Geschickter Umgang mit Volatilität „Geht es hitzig am Markt zu, bietet sich rasches Handeln an“

Freude an außergewöhnlichen G-Kräften: Zertifikate-Anleger sind nicht von steigenden Märkten abhängig, sie können jederzeit obenauf sein. | © Getty Images

Freude an außergewöhnlichen G-Kräften: Zertifikate-Anleger sind nicht von steigenden Märkten abhängig, sie können jederzeit obenauf sein. Foto: Getty Images

Matthias Hüppe, Leiter Derivatives Public Distribution bei HSBC

Herr Hüppe, welche Möglichkeiten haben Anleger, um in volatilen Märkten ihr Aktiendepot zu stabilisieren?

Matthias Hüppe: Trader freuen sich über die aktuelle Marktlage, dagegen waren aber viele Anleger gerade vor Weihnachten stark verunsichert. Generell gelten in solchen Phasen auch für Anleger die gleichen Regeln, wie für Trader: Positionen dürfen auch mal geschlossen werden. So kann man sich in unsicheren Zeiten die Entwicklung entspannter vom Spielfeldrand anschauen. Sobald sich der Nebel lichtet, kann es weitergehen.

Hat Buy-and-Hold ausgedient? Welche Vorteile ergeben sich für aktive Anleger in den jetzigen Zeiten?

Hüppe: Die Börse ist keine Einbahnstraße. Die vergangenen Jahre stetig steigender Kurse haben die Anleger in eine trügerische Sicherheit geführt. Das zeigte ganz deutlich die starke Nachfrage nach passiven Investments. Viele Investoren gingen davon aus, man müsse nur ein Portfolio mit passiven Investments aufsetzen und schon steige das Vermögen von allein. Anpassungen fanden kaum statt. Dessen ungeachtet ist es in steigenden Märkten für aktive Manager tatsächlich schwer, die Benchmark zu schlagen. Bei Korrekturen hingegen ist aktives Management oft im Vorteil. Opportunitäten können rasch genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund ist interessant, wie die Robo-Advisor in der jüngsten Korrektur abgeschnitten haben. Gerade die aktiven Asset-Manager werden sich deren Performance ganz genau ansehen. Haben die Robos die Korrektur antizipiert und die Portfolios entsprechend umallokiert oder wurde erst reagiert, als das Kind bereits in den Brunnen gefallen war?

Was spricht gerade jetzt für den Einsatz von Teilschutz-Zertifikaten in der Beratung und Vermögensverwaltung?

Hüppe: Anlagezertifikate beziehen sich immer auf die Komponente Volatilität. Je höher die Schwankungen an den Märkten, desto besser sehen die Produktkonditionen aus – in der Form, dass es beispielsweise einen höheren Puffer oder größere Chancen auf Seitwärtsrenditen gibt. In niedrigen Volatilitätsphasen sind die Konditionen hingegen schlechter. Ein Beispiel: Mit einem Discount-Zertifikat auf den Dax können Investoren bis Ende 2019 eine Rendite von 2 Prozent p.a. erzielen, sofern der Index zum Jahresende nicht unter 8.900 Punkte fällt. Erst unter 8.735 Punkten würde es zu einem Verlust kommen.

Wie lassen sich noch bessere Renditen erreichen?

Hüppe: Beispielsweise mit einem etwas offensiveren Capped-Bonus-Zertifikat auf den Dax: Angenommen die Barriere liegt bei 9.000 Dax-Punkten – der Investor geht also davon aus, dass die Marke von 9.000 Punkten im Jahresverlauf nicht berührt wird – kann aktuell binnen Jahresfrist eine Rendite von 7,5 Prozent p.a. erzielt werden. Portfolien mit passiven Investments müssen sich zum Vergleich ganz schön nach der Decke strecken, um diese Rendite auch in fallenden Märkten zu erzielen.

Welche Möglichkeiten bietet HSBC, damit Anleger die Funktionsweise von Zertifikaten noch genauer verstehen?

Hüppe: Wenn sich die Verbraucher um ihre Geldanlage so kümmern würden, wie sie den Kauf einer Waschmaschine oder eines Autos angehen, hätten wir wenig zu tun. Wir verfolgen daher einen stark edukativen Ansatz. Jedem einzelnen Produkt ist ein Echtzeit-Produktporträt beigegeben, darin werden alle Risiken und allen Chancen genau erläutert. Wenn es um die Funktion von Zertifikaten geht, können Anleger unsere Hotline nutzen. Außerdem gibt es wöchentlich Webinare.

Heute geht nichts mehr ohne digitale Hilfsmittel: Inwieweit verhilft das HSBC-Emissionstool zur besseren Beratung und Anlageerfolgen?

Hüppe: Das Emissionstool richtet sich vorrangig an Berater und Vermögensverwalter: Ein Produkt zu emittieren, geht damit genauso schnell, wie ein Produkt auf der Webseite herauszusuchen. Es hat den großen Vorteil, dass ein Produkt genau nach den Wünschen des Kunden erstellt werden kann. Das Produkt wird umgehend an der Börse gelistet und ist innerhalb einer Viertelstunde handelbar. Das Ganze läuft genauso einfach ab, wie sich heutzutage eine Bahnfahrt buchen lässt. Berater können ihren Kunden mit dem Emissionstool genau das Produkt liefern, das diese wollen. Gerade in Phasen, in denen es hitzig am Markt hergeht oder wenn ein Basiswert einer negativen Nachrichtenlage unterliegt, bietet sich ein rasches Handeln an. Hier eröffnet ein strukturiertes Produkt Chancen, um die gestiegene Volatilität geschickt und schnell auszunutzen.

Jüngst tourte HSBC mit einer gut besuchten B2B-Roadshow durch sieben deutsche Städte. Bei welcher nächsten Gelegenheit können Anleger direkt mit dem Zertifikate-Team von HSBC Deutschland in Kontakt treten?

Hüppe: Die Highlights finden gerade alle am Markt beziehungsweise in der Politik statt! Aber bald startet wieder die Branchenmesse Invest. Die größte Leistungsschau im deutschsprachigen Raum, auf der sich alles rund um Anlagethemen dreht, findet am 5. und 6. April in Stuttgart statt. HSBC ist dabei, und wir freuen uns auf den regen Austausch mit dem Publikum.