In erster Instanz Gericht zwingt VBL zu mehr Transparenz bei Investments

Eingang zum Verwaltungsgericht Karlsruhe.

Eingang zum Verwaltungsgericht Karlsruhe: Die 1929 in Berlin gegründete Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder hat seit 1951 ihren Sitz in der Baden-Württembergischen Stadt. Bildquelle: Imago Images / Imagebroker

Niederlage für die Versorgungsanstalt des Bundes und Länder (VBL) vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe. Die Nichtregierungsorganisation Frag den Staat hatte die VBL im Januar 2023 verklagt, da sie das Informationsfreiheitsgesetz missachten soll.

Startpunkt war unter anderem, dass eine parlamentarische Anfrage der Grünen von 2021 ergab, dass die VBL 368 Millio­nen Euro in klimaschädliche Kohleunternehmen investierte. „Seitdem hat es weitere Versuche gegeben, die VBL zu mehr Transparenz zu bewegen. Im Rahmen des Informations­freiheitsgesetzes haben wir einen Antrag auf Informationszugang gestellt, den die VBL jedoch abgelehnt hat“, so eine Mitarbeiterin vom Verein Finanzwende, der die Klage unterstützt.

„Den Vorwurf der Intransparenz können wir so nicht stehenlassen“, hieß es dazu im April von der VBL gegenüber dieser Redaktion. Die Versorgungsanstalt komme demnach allen Informations- und Offenlegungspflichten zur Kapitalanlage nach, die der Gesetzgeber für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung vorsieht.

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