Eigentlich sollen Philippe Donnet von Generali und Nicolas Namias, Geschäftsführer von der Banque Populaire Caisse d'Épargne (BPCE), der Konzernmutter von Natixis IM, schon kurz vor ihrem Ziel gestanden haben. Nun wurden die Verhandlungen über ein geplantes Asset-Management-Joint-Venture beendet. Die beiden europäischen Finanzkonzerne haben ihre im Januar angekündigten Gespräche über eine gemeinsame Vermögensverwaltungsgesellschaft eingestellt.
Wie die Unternehmen mitteilten, führten sie nach der Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung am 21. Januar 2025 intensive Verhandlungen und konsultierten verschiedene Stakeholder. Trotz der in den vergangenen Monaten bestätigten industriellen Vorteile und des Mehrwerts einer solchen Partnerschaft kamen beide Seiten zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss derzeit nicht gegeben sind.
Fusion von Generali und BPCE wackelt seit einiger Zeit
So ist es der offiziellen Pressemitteilung zu entnehmen. Eine weiterer, sehr gewichtiger Grund des Verhandlungsabbruchs ist zudem, dass die Regierung in Rom und weitere Anteilseigner von Generali sich bereits sein Wochen gegen eine Fusion aussprechen.
Beide Konzerne bekräftigten dennoch ihr grundsätzliches Engagement für den Aufbau einer dynamischen europäischen Finanzindustrie. Sie wollen weiterhin die Entstehung global wettbewerbsfähiger europäischer Champions unterstützen, die zum wirtschaftlichen Erfolg Europas beitragen können.
Die französische Bankengruppe BPCE und der italienische Versicherungskonzern Generali wollten mit dem Zusammenschluss ihre Asset-Management-Aktivitäten bündeln. Es wäre ein europäischer Fondsriese entstanden, der ein Vermögen von rund 1,9 Billionen Euro verwaltet hätte – fast so viel, wie Branchenprimus Amundi, der 2,3 Billionen Euro betreut.