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Wie Candriam jetzt allokiert Asiatische Schwellenländeraktien sind jetzt aussichtsreich

Auf dem Weg zur Arbeit in Neu-Delhi, Indien

Auf dem Weg zur Arbeit in Neu-Delhi, Indien: Schwellenländer-Bewertungen sind inzwischen attraktiv und die Märkte warten im Vergleich zu den Industrieländern mit überdurchschnittlichen Wachstumsaussichten auf. Foto: Imago Images / Hindustan Times

Aufgrund der massierten Risiken an den Märkten sind wir bei unserer Vermögensallokation vorsichtiger geworden: Die Zentralbanken kündigen hohe Zinsen für einen längeren Zeitraum an, was uns dazu veranlasst, die Portfolioduration zu reduzieren. So setzt die US-Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus zusammen mit einer quantitativen Straffung fort. In unserem Best-Case-Szenario gelingt der Fed eine sanfte Landung der Wirtschaft, ohne dass es zu einer ausgewachsenen Rezession kommt.

In der Eurozone ist die Inflation auf einem Höchststand und trifft Unternehmen, Verbraucher und die EZB-Politik gleichermaßen. Auch die EZB hat deutlich gemacht, dass der einzige Weg in die Zukunft höhere Zinsen sind. Es ist zu erwarten, dass die zehnjährigen Zinsen auf über 2 Prozent steigen.

Unsere Aktienallokation spiegelt die Überzeugung wider, dass europäische Aktien in einem Umfeld hoher Inflation, einer restriktiven EZB und einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums unterdurchschnittlich abschneiden werden. Infolgedessen erwarten wir in der Region stärkere Gewinnrückgänge als anderswo. In Anbetracht des ungünstigen Risiko-Ertrags-Verhältnisses sind wir gegenüber Aktien aus der Eurozone negativ eingestellt.

Während sich die Aussichten für globale Aktien verschlechtern, da Unternehmensumsätze, -margen und letztlich auch die -gewinne nach unten korrigiert werden dürften, erwarten wir für Schwellenländeraktien in Asien eine Outperformance. Hier sind die Bewertungen inzwischen attraktiv und die Märkte weisen im Vergleich zu den Industrieländern weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsaussichten auf.

Welche Risiken beeinflussen die Märkte?

Ein wesentliches Aufwärtsrisiko ist die schlechte Marktstimmung. Allerdings stocken die Regierungen in Europa angesichts der Verschärfung der Energiekrise ihre Finanzhilfen auf, was die negativen Auswirkungen abmildern sollte.

Abwärtsrisiken ergeben sich auch aus etwaigen geldpolitischen Fehlern durch eine übermäßige geldpolitische Straffung in den USA oder ein starkes Rezessionsrisiko durch eine Verschärfung der Energiekrise in Europa.

 

Der Krieg in der Ukraine dauert an, aber die internationale Gemeinschaft tritt als Einheit gegenüber Moskau auf.

Die Bedrohung durch Covid-19 und seine Varianten bleibt bestehen, da sich das Virus weiterentwickelt und sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in der Welt ausbreitet.

Wie die Allokationsstrategie von Candriam jetzt aussieht

Wir haben unsere Portfolioduration taktisch reduziert und sind nun leicht short: Das globale Wirtschaftswachstum erweist sich insgesamt bisher als widerstandsfähig, obwohl die Inflation hoch bleibt, was die Zentralbanken zu weiteren Straffungen veranlasst. Aus strategischer Sicht haben wir die Duration unseres Engagements in Fixed-Income-Anlagen schrittweise erhöht, da die Zentralbanken seit dem Frühjahr die Geldpolitik gestrafft haben und die Anleiherenditen nun im positiven Bereich liegen. Wir bleiben insgesamt neutral gegenüber Aktien, untergewichten aber die Eurozone aufgrund des ungünstigen Risiko-Ertrags-Verhältnisses. Wir setzen weiterhin Derivate ein. In anderen Bereichen bleiben wir neutral. Wir setzen auf eine Aufwertung des Japanischen Yens (JPY) gegenüber dem US-Dollar, weil wir verschiedene Faktoren sehen, die für eine Stärkung des JPY sprechen. Wir haben bei unserem Long-Engagement in Rohstoffwährungen Gewinne mitgenommen, behalten aber eine leichte Übergewichtung bei, von der wir im Portfolio auch durch den aufgewerteten Kanadischen Dollar profitieren.

Die Multi-Asset-Strategie im Einzelnen

Unsere Multi-Asset-Strategie bleibt taktischer als üblich und kann schnell angepasst werden:

Aktien aus der Eurozone haben wir untergewichtet, hier kommt eine Derivatstrategie zum Einsatz.

Britischen Aktien gegenüber sind wir neutral eingestellt, wir setzen hier auf widerstandsfähige Segmente und Unternehmen mit globalen Märkten.

US-Aktien sind neutral gewichtet, auch hier kommt eine aktiv gemanagte Derivatstrategie zum Tragen.

Schwellenländer sind ebenfalls neutral gewichtet, mit Ausnahme der asiatischen Schwellenländer. Von ihnen erwarten wir eine Outperformance, da die Bewertungen attraktiv geworden sind und die Volkswirtschaften im Vergleich zu den entwickelten Märkten überdurchschnittliche Wachstumsaussichten aufweisen.

Neutral stehen wir auch zu japanischen Aktien, da die akkommodierende Zentralbankpolitik und die Stärke der Volkswirtschaft in zyklischen Sektoren die Attraktivität für Anleger erhöht.

Weiterhin positiv sind wir für Sektoren wie Gesundheitswesen, Basiskonsumgüter und die weniger zyklischen Segmente des Technologiesektors gestimmt.

Aussichtsreich sehen wir eine Auswahl von Rohstoffen, einschließlich Gold.

Bei festverzinslichen Wertpapieren haben wir die Duration unseres Portfolios taktisch reduziert und sind nun leicht short.

Wir setzen weiterhin auf Diversifizierung und nutzen Carry-Trade-Möglichkeiten bei Schwellenländeranleihen.

Auf welche Langfristthemen setzt Candriam?

In unserer langfristigen Themen- und Trendallokation favorisieren wir Climate Action (in Verbindung mit der Energiewende), Health Care sowie Tech und Innovation.