Gehaltsstudie von ZIA und Kienbaum Das sind die Top-Drei-Verdiener in der Immobilienbranche

Das sind die Top-Drei-Verdiener in der Immobilienbranche

Geschäftsführer in Immobilienunternehmen verdienen inklusive Boni im Schnitt 122.763 Euro brutto im Jahr. Das geht zumindest aus einer Auswertung des Vergleichsportals Gehalt.de hervor. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Segmenten sind jedoch nicht unerheblich, wie die Immobilien Zeitung recherchiert hat. Nun haben die  Personal- und Managementberatung Kienbaum und der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss eine Gehaltsstudie über die Topverdiener in der zweiten Reihe erstellt. Demnach sind die Leiter Vermietungsmanagement mit einem Jahresgehalt von 215.400 Euro im Median die Bestverdiener. Darauf folgen die Leiter Portfoliomanagement mit 125.200 Euro. Die Leiter Asset Management kommen im Median auf eine Jahresvergütung von 116.700 Euro und liegen damit auf dem dritten Rang. Das ergibt eine aktuelle Gehaltsstudie der .

„Führungskräfte mit fundiertem Branchenwissen im Immobiliensektor und Leadership-Qualitäten sind ein begehrtes Gut und können selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen gehen. Arbeitgeber hingegen sollten einen attraktiven Vergütungsmix bieten, mit dem sie die besten Führungskräfte und Spezialisten gewinnen und halten können“, sagt Markus Amon, Personalberater und Real-Estate-Experte bei Kienbaum.

Führungskräfte, die nicht direkt am Kerngeschäft mitwirken, verdienen deutlich weniger: Ein Leiter Facility Management beispielsweise bekommt im Median 68.400 Euro im Jahr und ein Leiter Kundenbetreuung 56.800 Euro. Vertriebschefs hingegen können mit einem Jahresgehalt von 114.500 Euro rechnen.

Insgesamt hat die Immobilienbranche mit personellen Herausforderungen zu kämpfen. Das zeigt auch der Stellenwert, den die Personalarbeit einnimmt: Kienbaum und der ZIA haben die Unternehmen danach befragt, welche Entwicklungen einen Einfluss auf ihre Situation haben werden. Neun von zehn Immobilienfirmen halten Talent Management, also die Bindung und Akquise von hochqualifiziertem Personal, für einen entscheidenden Trend und einen Erfolgsfaktor im zukünftigen Wettbewerb.

„In guten wirtschaftlichen Zeiten steht der Immobiliensektor mit anderen Branchen in einem harten Wettbewerb um die besten Köpfe – das haben die Unternehmen verstanden und setzen verstärkt auf professionelles Talent Management. Die Branche muss sich aber noch mehr als attraktiver Arbeitgeber mit herausfordernden Aufgaben und Projekten in Szene setzen. Immobilien lösen bei vielen Menschen eine große Faszination aus – das kann die Branche für ihr Recruiting und Talent Management nutzen“, so ZIA-Geschäftsführer Stephan Rabe.

Immobilienfirmen stehen vor Organisationsumbrüchen: Danach gefragt, welche Eigenschaften ihre Organisation besitzen sollte, um erfolgreich zu sein, halten die meisten Unternehmen flache Hierarchien sowie eine digitale Infrastruktur für am wichtigsten. „Erfahrungsgemäß sind diese beiden Faktoren in vielen Organisationen noch unterrepräsentiert und sollten jetzt angegangen werden – nicht zuletzt im Sinne der Arbeitgeberattraktivität“, so Amon.