Neugründung Düsseldorfer Kanzlei bietet Family-Office-Dienstleistungen an

Eva Schmitz, Bernd Rühland und Sarah Nelleßen vom Ganteführer Family Office

Eva Schmitz, Bernd Rühland und Sarah Nelleßen vom Ganteführer Family Office: Die drei Family Officer betreuen seit Anfang des Jahres im Raum Düsseldorf vermögende Mandanten. Foto: Ganteführer

In Düsseldorf ist ein neues Multi-Family-Office an den Markt getreten: Die Kanzlei Ganteführer bietet seit Anfang des Jahres entsprechende Dienstleistungen für vermögende Familien und Familienunternehmen in einer eigenen Geschäftseinheit an. Geführt wird das Multi Family Office von Geschäftsführer Bernd Rühland und Geschäftsführerin Eva Schmitz, zusätzlich arbeitet mit Sarah Nelleßen eine Family-Office-erfahrene Mitarbeiterin im Backoffice.

Direkte Beratung zur Vermögensanlage wird vom Ganteführer Family Office allerdings nicht angeboten. Stattdessen arbeitet das Team dabei mit externen Experten zusammen, wie Geschäftsführerin Eva Schmitz gegenüber dem private banking magazin bestätigt. Im Fokus würden deshalb vielmehr Themen wie Reporting und Controlling, die Digitalisierung von Posteingängen und die Korrespondenz mit Geschäftspartnern stehen. Weiterhin begleitet das Team Generationenübergänge und unterstützt bei der Family Governance. Das Ziel sei, für Familien an der Schnittstelle zu Hausverwaltungen, Vermögensverwaltern, Anwälten und Steuerberatern zu arbeiten. „Bei Bedarf greifen wir auf das Knowhow der gesamten Sozietät zurück, in der aktuell 160 Mitarbeitende aus unterschiedlichsten Fachbereichen angestellt sind“, erklärt Schmitz den Austausch mit den seit Mitte der 70er Jahre bestehenden Rechts- und Steuerberatungseinheiten.

 

Aus dem Kerngeschäft der Kanzlei heraus, in der vor allem Steuerberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer beschäftigt sind, entstand Anfang des Jahres auch das Multi Family Office. „Da wir in rechtlichen und steuerrechtlichen Bereich bereits viele private Vermögende und Familienunternehmen eng betreut haben, die Zusammenarbeit sehr vertrauensvoll ist und wir eine berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht haben, kamen unsere Mandanten auf uns zu und haben gefragt, ob wir auch darüber hinaus Dienstleistungen anbieten können“, erklärt Schmitz. Das Family Office ist die Folge, die ersten Mandanten sind dementsprechend auch Bestandskunden der Kanzlei – in Zukunft möchte sich das Family Office aber auch externen Interessenten öffnen.

In der Arbeit mit den vermögenden Familien setzen Schmitz und ihre Kollegen unter anderem auf Softwarelösungen von Candis, Datev und iComps. Das bisher dreiköpfige Team soll zudem analog zum Kundenstamm wachsen – laut Schmitz wird das Wachstum aber in Maßen voranschreiten, um dabei die persönliche Bindung zum Kunden zu bewahren. Die Fokussierung auf die Themen, die in einem Multi Family Office neben der Vermögensanlage stattfinden, sieht sie als Vorteil: „Diese Dienstleistungen lassen sich für den Kunden in einer Pauschalvereinbarung besser greifen und geben diesem Planungssicherheit. Auf Nachfrage rechnen wir aber auch auf Stundenbasis ab.“

Trend zu Family-Office-Dienstleistungen bleibt bestehen

Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich mehrere Unternehmen am Markt positioniert, die Family-Office-Dienstleistungen abseits der Vermögensanlage anbieten. So fokussiert sich das Unternehmen Reportify von Alexander Etterer explizit auf Reporting und Controlling, einen ähnlichen Hintergrund wie das Ganteführer Family Office besitzen zudem Ohm Capital und GKK Partners Asset Intelligence aus München, die aus der Wirtschaftskanzlei GKK Partner heraus gegründet wurden