Geplante Fusion So sind die Volksbanken Mainz und Darmstadt im Private Banking aufgestellt

Volksbank-Schriftzug an einer Filiale

Volksbank-Schriftzug an einer Filiale: Die Volksbanken Mainz und Darmstadt-Südhessen planen eine Fusion. Foto: imago images/Eibner

Auf den Websites der Volksbanken Mainz und Darmstadt-Südhessen befindet sich seit Kurzem ein neuer Reiter: „Fusion“ steht rechts oben in der Ecke. Am Dienstag haben die beiden Genossenschaftsbanken über ihre Fusionspläne informiert. Die Vorstände und Aufsichtsräte der Mainzer Volksbank und der Volksbank Darmstadt-Südhessen haben sich einstimmig für eine Verschmelzung beider Häuser ausgesprochen, die zum 1. Januar 2023 angestrebt wird.

„Volksbank Darmstadt Mainz eG“ wird drittgrößte Volksbank

Mit dem Zusammen­schluss entsteht eine der größten Volksbanken Deutschlands mit einer Bilanzsumme von rund 14 Milliarden Euro, einem Kredit- und Anlagevolumen von über 28 Milliarden Euro, mehr als 450.000 Kunden, etwa 1.600 Mitarbeitenden und 144 Standorten in der Region. Die „Volksbank Darmstadt Mainz eG“ wird die drittgrößte Volksbank nach Berlin (Bilanzsumme von 17,3 Milliarden Euro) und Frankfurt (14,4 Milliarden Euro). Es entstehe „ein Finanzpartner, der noch leistungsfähiger, noch krisenfester und noch engagierter sein kann, als es die beiden Banken jetzt schon sind“, sagt Matthias Martiné, Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt-Südhessen.

Wie sich die neue Bank im Geschäft mit vermögenden Privatkunden aufstellt, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden. Im Vermögensmanagement der Volksbank Darmstadt-Südhessen sind derzeit 22 Kundenberater beschäftigt, inklusive der drei Bereichsleiter, sowie zwei Aktienspezialisten. Neben dem klassischen Wertpapierangebot bietet die Bank im Vermögensmanagement auch Versicherungsprodukte, Vermögensverwaltungen, Bausparen, Finanzierungen, Beratungen zu Edelmetallen sowie Certified Estate Planning an.

 

 

Die Volksbank Mainz teilt auf Anfrage mit, dass das Institut im Private Banking eine individuelle Betreuung von gehobenen Privat- und Firmenkunden im Rahmen eines ganzheitlichen Beratungsansatzes bietet. Themenschwerpunkte sind aktives Vermögensmanagement, White Label Vermögensverwaltung, Stiftungsmanagement, Vorsorge und Generationenberatung sowie das Geschäft mit institutionellen Kunden und Speziallösungen.

Volksbank Mainz im Private Banking personell breiter aufgestellt

Das Private Banking der Volksbank Mainz ist in die Segmente Zentral (Betreuung ab einem liquiden Vermögen in Höhe von 500.000 Euro, 16 Mitarbeiter) und Dezentral (Betreuung ab liquiden Vermögen von 250.000 Euro beziehungsweise 75.000 Euro, 17 Mitarbeiter) aufgeteilt. Markus Steinberger ist Direktor Private Banking, Frank Hockemeier sein Stellvertreter. Wie hoch das betreute Kundenvolumen ist, teilten beide Banken auf Anfrage nicht mit.

Beschlossenen Sache ist die Fusion der beiden Genossenschaftsbanken im Übrigen noch nicht. Erst wenn die jeweiligen Vertreterversammlungen dem Vorhaben zustimmen, wird die Verschmelzung über die Bühne gehen. Das soll im Mai kommenden Jahres passieren. Die Fusion träte dann rückwirkend zum Jahresbeginn 2023 in Kraft.