Für Skaleneffekte und Leistungsumfang Bankhaus Krentschker geht in Steiermärkischer Sparkasse auf

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse und Krentschker-Vorstandschef Georg Wolf-Schönach.  | © Steiermärkische Sparkasse, Bankhaus Krentschker

Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse und Krentschker-Vorstandschef Georg Wolf-Schönach. Foto: Steiermärkische Sparkasse, Bankhaus Krentschker

Das österreichische Bankhaus Krentschker fusioniert ab Mitte 2020 mit seinem Mutterhaus, der Steiermärkischen Sparkasse. Ein entsprechender Bericht der „Kleine Zeitung“ (bezahlpflichtig) wurde dem private banking magazin auf Anfrage von einer Sprecherin bestätigt. Die Krentscher Bank befindet sich bereits seit 1967 zu 100 Prozent im Eigentum der Steiermärkischen Sparkasse, agiert aber bislang eigenständig als Institut für Vermögende.

Den Fusionsplänen vorausgegangen ist laut Bericht ein längerer Analyseprozess mit dem Ergebnis, dass beide Häuser sowohl auf Kundenseite als auch auf struktureller Ebene gemeinsam mehr Vorteile bieten beziehungsweise heben können. Gebündelt könnten die in etwa gleich großen Private-Banking-Einheiten der Institute den Leistungsumfang erhöhen, zudem sei gerade im Private Banking der Faktor Größe in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden, so Krentschker-Vorstandschef Georg Wolf-Schönach zur „Kleine Zeitung“.

Bestand der Marke Krentschker noch unklar

„Wir profitieren davon, dass die Vermögensverwaltung von Krentschker eingebracht wird, umgekehrt bringen wir etwa das Fondsmanagement und hohes Kundenvolumen ein“, zitiert der Bericht den Vorstandsvorsitzenden der Steiermärkischen Sparkasse, Gerhard Fabisch, der zugleich die Marschrichtung der Fusion vorgibt: Mal wolle gemeinsam zum Vorreiter im Bereich Private Banking werden und auch die Synergien im Privatkunden- und Kommerzkundengeschäft nutzen, so Fabisch zum private banking magazin. Neben Skaleneffekten als Vorteil für die Institute nennt Fabisch als positive Auswirkung für die Kunden das große Filialnetz der Steiermärkischen, die gut ausgebauten digitalen Bankangebote oder Spezialfinanzierungen als Beispiele.

Ob die Marke „Krentschker“ die Fusion überlebt, ist laut Bericht noch offen. Man werde sich dazu intensiv mit Markenexperten austauschen und in den nächsten Monaten eine Entscheidung treffen, sagte Wolf-Schönach zur „Kleine Zeitung“. Unterdessen scheinen die Arbeitsplätze gesichert: Man werde die knapp 100 Mitarbeiter auch nach der Fusion weiterbeschäftigen, so der Vorstandsvorsitzende weiter.