Für 168 Millionen Euro Zara-Erbin kauft Bürogebäude am Prinzregentenplatz in München

Union Investment verkaufte die Immobilie in München für 168 Millionen Euro an ein Unternehmen der Milliardärin Sandra Ortega Mera.

Union Investment verkaufte die Immobilie in München für 168 Millionen Euro an ein Unternehmen der Milliardärin Sandra Ortega Mera. Bildquelle: Conrenland

Sandra Ortega Mera baut ihr deutsches Immobilienportfolio weiter aus. Ferrado Inmuebles, die Immobiliengesellschaft der ältesten Tochter von Inditex-Gründer Amancio Ortega, hat ein Bürogebäude am Prinzregentenplatz in München erworben. Der Kaufpreis liegt laut Mitteilung bei rund 168 Millionen Euro, Verkäufer ist eine Gesellschaft der Union Investment Real Estate. Den Ankauf abgewickelt hat der Immobilieninvestor und Asset Manager Conren Land, der auch die operative Steuerung des Objekts übernimmt.

Der Gebäudekomplex liegt im Stadtteil Bogenhausen und verfügt über eine Mietfläche von rund 21.300 Quadratmetern. Die zwischen 2011 und 2012 sanierte Immobilie ist vollständig vermietet und trägt das Nachhaltigkeitszertifikat DGNB Silber. Angestrebt werde die Zertifizierung nach DGNB Gold, heißt es in der Mitteilung. Ferrado Inmuebles plane, das Objekt langfristig im Bestand zu halten. Rechtlich beraten wurde die Gesellschaft von Freshfields.

Das Erbe der Mutter, der Investmentstil des Vaters

Hinter Ferrado Inmuebles steht eine der diskretesten Milliardärinnen Europas. Sandra Ortega Mera erbte ihr Vermögen 2013 von ihrer Mutter Rosalía Mera, der ersten Ehefrau von Amancio Ortega, die den Zara-Mutterkonzern Inditex in den 1970er Jahren mitgegründet hatte.

Heute hält sie rund 4,5 Prozent an Inditex, ist operativ aber nicht in das Unternehmen eingebunden – und nach ihrem Vater die zweitwohlhabendste Person Spaniens. Forbes führt sie auf der aktuellen Milliardärsliste mit einem Vermögen von rund 11 Milliarden Euro.

 

Ihre Beteiligungen bündelt Ortega in der Holding Rosp Corunna, die auf ihre Mutter zurückgeht. Neben dem Inditex-Paket gehören dazu eine Beteiligung von rund 5 Prozent am Pharmaunternehmen Pharmamar sowie nicht börsennotierte Gesellschaften – und eben Ferrado Inmuebles als Immobilienarm. Damit ähnelt die Konstruktion dem Modell des Vaters, der über seine Holding Pontegadea eines der größten privaten Immobilienportfolios der Welt aufgebaut hat.

München ist kein Neuland

Der Kauf am Prinzregentenplatz fügt sich in eine Serie deutscher Transaktionen. Bereits 2024 erwarb Ferrado Inmuebles zwei Büroobjekte in Deutschland – die Telefónica-Zentrale in Hamburg und ein Bürogebäude in München, für zusammen rund 115 Millionen Euro inklusive Umbauten. Das Portfolio der Gesellschaft verteilt sich außerdem auf Spanien, die USA, Großbritannien, Frankreich, Österreich und Portugal.

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