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Portfolio-Allokation Fünf Strategien für langfristige Renditechancen

Aufräumen an der US-Börse

Aufräumen an der US-Börse: Angesichts eines herausfordernden Marktumfelds und niedriger Renditeerwartungen können bereits kleine Veränderungen im Portfolio dazu beitragen, die Renditeziele zu erreichen. Foto: imago images / UPI Photo

Shoqat Bunglawala, Goldman Sachs AM

Mit geldpolitischen Konjunkturmaßnahmen in bisher nie da gewesenem Ausmaß haben die tonangebenden Zentralbanken weltweit in den vergangenen Jahren die Zinssätze nach unten gedrückt – und damit die Aktienmärkte beflügelt. Selbst die Pandemie konnte dieser Dynamik nur kurz etwas anhaben: Viele Renten- und Aktienmärkte lieferten im vergangenen Jahr zweistellige Renditen. Zuletzt ist das Umfeld jedoch anspruchsvoller geworden.

„Anleger sind aktuell mit einem Mangel an attraktiv bewerteten Vermögenswerten und niedrigeren Renditeerwartungen für die meisten Anlageklassen konfrontiert“, sagt Shoqat Bunglawala, Head of Multi-Asset Solutions bei Goldman Sachs Asset Management. Die Zinsen befinden sich trotz der Steigerungen Anfang 2021 immer noch nahe ihrer historischen Tiefststände und die Aktienmärkte sind insgesamt hoch bewertet. „Viele Anleger müssen daher unter Umständen ihre Portfolios anpassen, um bessere Chancen auf das Erreichen ihrer langfristigen Renditeziele zu haben.“

Renditeerwartungen könnten überzogen sein

Wer sich ein Bild von den Herausforderungen machen will, mit denen sich Anleger derzeit konfrontiert sehen, muss nur Folgendes bedenken: Die langfristigen jährlichen Renditeannahmen vieler institutioneller Investoren liegen immer noch zwischen 6 und 7 Prozent. „Das könnte unserer Ansicht nach in den kommenden Jahren schwierig werden“, blickt Bunglawala voraus.

Da Anleiherenditen hauptsächlich von Erträgen abhängen, geht Bunglawala von begrenzten Renditepotenzial aus. Die Ausgangsrenditen seien meist ein guter Indikator. „Angesichts des aktuellen Niveaus von 1,2 Prozent bei Investment-Grade-Anleihen sollten Anleger in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht mit wesentlich höheren Renditen rechnen“, betont Bunglawala.

„Einfach nur die Renditeannahmen zu verringern, wird das Problem nicht lösen“, so der Experte. Staatliche US-Pensionspläne nutzen beispielsweise ihre Renditeannahmen als Abzinsungssatz. Das bedeutet: Sie berechnen damit den aktuellen Barwert zukünftiger Pensionsverpflichtungen. Wird der Abzinsungssatz verringert, führt das zu einem höheren Barwert der Verbindlichkeiten und somit zu einem niedrigeren Finanzierungsstatus.

Einen langfristigen Weg einschlagen

„Anleger müssen wohl neu abschätzen, ob ihre Renditeerwartungen im aktuellen Umfeld realistisch sind“, erklärt Bunglawala. Zu diesem Prozess sollte eine kritische Beurteilung des Portfolios gehören und dabei neu justiert werden, welche Bereiche mehr oder weniger Gewicht haben sollten. Außerdem sollten Branchen ausgeschlossen werden, in denen sich die Performance verschlechtert hat, um eine möglichst effiziente Allokation des Kapitals zu gewährleisten.

Aus Sicht von Shoqat Bunglawala können fünf Strategien beim Erreichen langfristiger Renditeziele hilfreich sein:

  • Alternative Anlagen: Durch das Beimischen oder Aufstocken von Allokationen, die nicht an einen Vergleichsindex oder andere Anlagebeschränkungen gebunden sind, können das Renditepotenzial sowie die Diversifikation gesteigert und gleichzeitig Risiken verringert werden.
  • Private Märkte: Diese sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen, sowohl was Größe als auch was Reichweite angeht. Sie erstrecken sich auf Aktien, Anleihen, Immobilien und Nischenstrategien, mit denen das Ertrags- und Renditepotenzial gesteigert werden kann. Anleger müssen allerdings bereit sein, für potenziell höhere erwartete Renditen auf Liquidität zu verzichten. Denn: Die Sperrfristen betragen in der Regel vier bis zehn Jahre.
  • Aktiv gemanagte Aktienstrategien: Versierten Fondsmanagern kann es gelingen, die Renditen von Portfolios zu steigern, ohne dabei das Risikoprofil zu erhöhen. Neben zyklischen und langfristigen Trends stellt auch die aktuelle Marktlage eine überzeugende Gelegenheit für aktive Manager dar, um eine Überrendite zu erzielen.
  • Opportunistische oder Multi-Asset-Strategien: Mit diesen Ansätzen können Anleger unter Umständen Wechselbeziehungen zwischen Anlageklassen nutzen, um von sich verändernden Marktbedingungen zu profitieren. Zudem können die Strategien individuell auf die Situation zugeschnitten werden.
  • Portfoliorisiken hinzufügen: Einfach nur Vermögen von Anleihen in Aktien umzuschichten, kann bereits dazu beitragen, das Renditepotenzial zu steigern – dürfte jedoch die zu erwartenden Risiken erhöhen.

„In manchen Fällen haben Anleger bereits ein Engagement in diesen Strategien, sodass eine Erhöhung dieser Allokationen eine Möglichkeit sein kann“, sagt Bunglawala. Anleger, die eine Mischung aus passiven und aktiv gemanagten Strategien nutzen, könnten vielleicht in Erwägung ziehen, einen höheren Anteil in bestehende aktive Strategien zu investieren.

„Die genannten Strategien sind dazu konzipiert, das bestehende Portfolio zu ergänzen. Denn traditionelle Anlageklassen wie Aktien und Investment-Grade-Anleihen bilden weiterhin die Grundlage der meisten Portfolios“, erklärt Bunglawala. In einer Welt mit niedrigen Renditeerwartungen können jedoch bereits kleine Veränderungen dazu beitragen, dass Anleger ihre Ziele erreichen.

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