Führungswechsel Versorgungswerk in Münster baut Geschäftsführung um

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe wurde 1957 gegründet und zählt mittlerweile mehr als 7.200 Zahnärztinnen und Zahnärzte zu seinen Mitgliedern.  | © VZWL

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe wurde 1957 gegründet und zählt mittlerweile mehr als 7.200 Zahnärztinnen und Zahnärzte zu seinen Mitgliedern. Foto: VZWL

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe (VZWL) stellt sich in der obersten Führungsebene neu auf. Grund dafür ist der Weggang des langjährigen Geschäftsführers Jörg Mengeringhausen: Die seit Anfang 2007 amtierende Führungskraft ist im Mai 2019 in den Ruhestand getreten. Dies führt intern zu einer organisatorischen Neuausrichtung, teilt das Versorgungswerk auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Die Pläne der VZWL in Münster sehen vor, dass der amtierende Hauptgeschäftsführer, Helmut Roth, den Aufgabenbereich des bisherigen Geschäftsführers trägt. Gleichzeitig übernimmt der stellvertretende Geschäftsführer, Stephan Brämer, die Aufgaben des Risikomanagements. Brämers Einsatzfeld umfasst bislang die Vermögensverwaltung des Versorgungswerks. Inwiefern die neue Aufgabenverteilung Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Möglicherweise holt das VZWL einen externen Kandidaten in die Geschäftsleitung, so wie zuletzt die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte.

Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe wurde 1957 gegründet und zählt mittlerweile mehr als 7.200 Zahnärztinnen und Zahnärzte zu seinen Mitgliedern. Das Versorgungswerk operiert als öffentlich-rechtliche Pflichtversorgung für Zahnärzte in der Region Westfalen-Lippe und steht selbstständig neben den anderen Systemen der Pflichtversicherung wie der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung.

Die Kapitalanlagen der VZWL kommen auf ein Volumen von rund 3,3 Milliarden Euro (Stand 31. Dezember 2017, Buchwert) und sind unter anderem in Immobilien gebunden. Zum genannten Stichtag bezifferte das VZWL seine Immobilienanlagen auf etwas mehr als eine Milliarde Euro. 32,3 Prozent des Gesamtportfolios waren in Immobiliendirektanlagen und -fonds investiert. In Schuldscheinen (30,2 Prozent) und Individualfonds (28,9 Prozent) haben die Münsteraner jeweils knapp eine Milliarde Euro untergebracht.