Fuchsbriefe, Elite-Report & Co. Die Gewinner der Mystery-Shopping-Tests 2015

Am 16. und 25. November wurden die besten Private-Banking-Anbieter prämiert. Mal in Berlin durch die Private Banking Prüfinstanz (links), mal in München durch den Elite-Report | © Stefanie Loos (linkes Bild)

Am 16. und 25. November wurden die besten Private-Banking-Anbieter prämiert. Mal in Berlin durch die Private Banking Prüfinstanz (links), mal in München durch den Elite-Report Foto: Stefanie Loos (linkes Bild)

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Die Prüfsaison im Private Wealth Management ist vorüber, die Sieger ausgezeichnet. Die Private Banking Prüfinstanz (PBPI), eine Zusammenarbeit vom Verlag Fuchsbriefe und Analysehaus Dr. Richter IQF, kürte dieses Jahr am 16. November in Berlin. Am 25. November folgte im Rahmen eines Empfangs die Verkündung der Bestplatzierten beim Elite-Report. Im gleichen Zeitraum erschien der Private-Banking-Test der Zeitschrift „Euro“.

Während die ersten beiden Mystery-Shopping-Tests Private-Banking-Anbieter im gesamten deutschsprachigen Raum testen, fokussiert sich die Euro-Redaktion auf Deutschland. Unterschiede gab es zudem bei den Testfällen, die sich die Tester Jahr für Jahr ausdenken, und bei den Test-Designs.

  • Elite-Report: Über 70 Tester gingen mit ihren jeweiligen Depotunterlagen, der Vermögenswerte reichte von 800.000 bis 4,8 Millionen Euro, zu jeweils fünf Anbietern mit der Bitte um eine Fremd-Depot-Analyse.

  • PBPI: Beim PBPI-Testfall ging es um eine Vermögensnachfolge zu Lebzeiten des Vermögenden, das Thema Schenkung also. 500.000 Euro sollten angelegt und so verwaltet werden, dass in acht Jahren daraus, notfalls mit Zuzahlungen, eine Millionen Euro werde. Die sollte dann an einen Sohn zum Kauf einer Arztpraxis oder der Tochter der Lebensgefährten übertragen werden.

  • Euro: Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Tobias Nellinger aus Pforzheim kontaktierte die Institute stellvertretenden für den Testkunden. Die Häuser mussten dann in Pforzheim vorstellig werden und für den Kunden, der ein Unternehmer aus der Internetbranche sein sollte, eine Anlagesumme von 8 Millionen Euro langfristig anlegen. Als weitere Parameter waren eine jährliche Rendite von 5,0 Prozent vorgegeben, monatliche Erträge und einen maximalen Verlust von 50 Prozent.

Berlin Die besten Bilder vom Private Banking Gipfel 2015


Die Prüfkriterien

Die drei Private-Banking-Tester gehen unterschiedlich in ihrer Bewertung der Private-Banking-Institute vor.
  • Elite-Report: In 43 Prüfparametern gibt es maximal 650 Punkte. Die Tester konnten in der Regel 0 bis 10, bei einigen Parametern 20 und beim Bilanzcheck 30 Punkte vergeben. Die Fremd-Depot-Analyse war integraler Bestandteil des diesjährigen Testfalls und wird unter die Prüfkategorien aufgenommen.

  • PBPI: 100 Punkte sind maximal in vier Prüfkategorien zu erreichen. Maximal 40 Zähler gibt es beim Beratungsgespräch, 30 bei der Vermögensstrategie, 17 Punkte bei der Transparenz und 13 bei der Portfolioqualität. Erstmalig mussten die Teilnehmer im Beratungsgespräch mindestens 27 Punkte erreichen, damit überhaupt in den drei anderen Kategorien geprüft wurde.

  • Euro: In sechs Prüfkategorien können die Private-Banking-Anbieter Punkte sammeln. Gewichtet werden die Kategorien wie folgt: Interaktion (10 Prozent), Ganzheitlichkeit (20), Transparenz (10), Kosten (25), Risikoanalyse (10) und Gesamteindruck (25).



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