Fuchs | Richter Vermögensmanager-Test 2026 Das sind die Sieger im großen Banken- und Vermögensverwalter-Test

Fuchs | Richter Vermögensmanager-Test 2026
Das sind die Sieger im großen Banken- und Vermögensverwalter-Test
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Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, bilden die Fuchs | Richter Prüfinstanz.

Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, bilden die Fuchs | Richter Prüfinstanz. Bildquelle: Foto: Fuchs | Richter Prüfinstanz, Ralf Vielhaber

Nach dem geteilten ersten Rang des letztjährigen Fuchs | Richter Vermögensmanager-Tests bestimmt die Prüfinstanz im Rahmen des 22. Private-Banking-Gipfels in Berlin wieder einen alleinigen Sieger. Während im Vorjahr ein Preis nach Deutschland an die Weberbank und einer in die Schweiz an die Globalance Bank ging, setzt sich in diesem Jahr ein österreichischisches Institut an die Spitze des Testfelds aus dem deutschsprachigen Raum.

Dieses Jahr bewertet die Prüfinstanz im anonym durchgeführten Test insgesamt 70 Banken und Vermögensverwalter, die ihren Sitz in Deutschland, Österreich, Schweiz oder Liechtenstein haben. Acht von ihnen gelang es, ein Gold-Rating zu erhalten und damit eine „sehr gute“ Leistung zu zeigen.

Der Testfall des Fuchs | Richter Vermögensmanager-Tests

Um die Anbieter bewerten zu können, hat die Prüfinstanz Testkunden zu 70 Anbietern geschickt. Über die Hälfte der Banken oder Vermögensverwalter hat dabei ihren Sitz in Deutschland. 

Im Mittelpunkt des Vermögensmanagertests im deutschsprachigen Raum steht in diesem Jahr ein Glücksritter. Genau genommen ein mit Bitcoin und Nvidia sehr erfolgreicher Anleger, der nun den Schritt ins professionelle Wealth Management gehen will. Nur ein Spieldepot mit 500.000 Euro will dieser von aktuell 3 Millionen Euro weiterhin selbst einsetzen können. Die übrigen 2,5 Millionen Euro sollen in professionelle Hände. 

 

Ziel ist der Prüfinstanz zufolge eine laufende Realrendite nach Steuern. Verlustphasen akzeptiert der Kunde demnach, solange sie plausibel erklärt und aus einer klar definierten Strategie entstehen. „Entscheidend ist, dass der Berater nicht nur Produkte anbietet, sondern einen durchdachten, dokumentierten Investmentprozess nachvollziehbar darstellt“, sagt Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, der mit Jörg Richter die Fuchs | Richter Prüfinstanz bildet.

Überdies erwarte der Kunde eine präzise Risikoeinschätzung: „Er will wissen, wie Banken seine Verlusttoleranz testen und welche Methoden zur Profilbildung eingesetzt werden. Nur so kann er sicher sein, dass Strategie und Psyche zusammenpassen.“ Der Berater soll ein klares Bild des Investmentprozesses liefern, inklusive Strategien, Asset-Allokation, Verantwortliche und Historie. 

Zu den gefragten Leistungen gehört in solch einem Fall insbesondere, das Vermögen optimal für die Zukunft anzulegen. Aber auch, die Risikobereitschaft des Mandanten gründlich abzuklopfen, wie Vielhaber betont: „Wer weist ihm glaubhaft nach, dass er die Kunst der Vermögensanlage wirklich beherrscht, systematisch vorgeht und in der Vergangenheit erfolgreich war? Wer bietet ihm ein durchdachtes Anlagekonzept, abgestimmt auf seine Ziele und erläutert dies verständlich?“

Für die Analyse haben die Testkunden bei den 70 Adressen im deutschsprachigen Raum vorgesprochen und ihre Erlebnisse dokumentiert. Der Report der Prüfinstanz soll neben den Platzierungen der Banken und Vermögensverwalter einen ebenso breiten wie tiefen Einblick in den Markt geben, so Vielhaber. 

Die Bewertungskriterien im Fuchs | Richter Vermögensmanager-Test

Insgesamt waren 100 Punkte zu verteilen. Wer 90 Prozent der tatsächlich erreichten Höchstpunktzahl erreichte, erhielt ein „sehr gut“ und damit eine Goldmedaille. Bei 80 bis 89 Prozent der Höchstpunktzahl war die Leistung „gut“ und bedeutete eine Silbermedaille. Wenn ein Anbieter getestet wurde, durchlief er im Vermögensmanager-Test wie in den Vorjahren überwiegend ein zweistufiges Auswahlverfahren.

 

In der Qualifikationsrunde sprach der Testkunde in einem ersten Beratungsgespräch (40-prozentige Gewichtung) mit dem Anbieter und erhielt dann meist einen Anlagevorschlag (10-prozentige Gewichtung). Wer sowohl im Gespräch als auch im Anlagevorschlag mindestens eine gute Gesamtwertung erzielte, schaffte es dann in die Endrunde.

Als dritter Bewertungsbaustein fließt die Transparenz (15-prozentige Gewichtung) ein, die Anbieter in den entsprechenden Fragebögen offenbahrten. Wer keine Einblicke gewährte, bekam von der Prüfinstanz auch keine Punkte. „Zur Transparenz gibt es einen umfassenden Fragenkatalog. Die Teilnahme an Performance-Projekten und zum Trusted Wealth Manager fließen ebenfalls ein“, erklärt Vielhaber.

In der Endrunde haben die Tester dann zwei weitere Kriterien geprüft: Zum einen gab es einen „Beauty Contest“ (20-prozentige Gewichtung), in dem die Qualifikanten der Vorrunde gegenüber einem Fachgremium ihre konkreten Vorschläge vorstellen mussten.

Zum anderen wurde als fünfter Teil die Investmentkompetenz mit 15-prozentigem Gewicht geprüft: Dazu zählt, wie treffsicher die Zusammenstellung der Wertpapiere die Kundenvorgaben erfüllt, wie ähnliche Portfolios abschnitten und wie durchdacht der Investmentprozess ist.

Neben dem neuen Gesamtranking finden Sie auf den folgenden Seiten die jeweils besten Anbieter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Liechtenstein. Auch die im überregionalen Gesamtranking zehn besten Private-Banking-Institute können Sie dort entdecken. Für die 16 erfolgreichsten Anbieter geben wir dabei zudem die erreichte Punktzahl an. Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen.

Die Kaiser Partner Privatbank schaffte es als einziges liechtensteinisches Institut unter die acht bestplatzierten Teilnehmer, die sogenannten Goldträger. Die LGT bekam im Test ebenso wie die LLB eine Silber-Wertung.

Die 3 besten Private-Banking-Anbieter aus Liechtenstein

  1. Kaiser Partner Privatbank: Gesamtrang 8 (77,0 Punkte)
  2. LGT Bank: Gesamtrang 9 (76,3 Punkte)
  3. Liechtensteinische Landesbank: Gesamtrang 10 (71,9 Punkte)

Die Schweiz gilt als Heimat des Private Bankings. Doch der aktuelle Markttest zeigt, dass lediglich eine Schweizer Bank mit exzellenter Qualität überzeugt.

Die 5 besten Private-Banking-Anbieter aus der Schweiz

  1. Globalance Bank: Gesamtrang 2 (84,7 Punkte)
  2. Lombard Odier Darier Hentsch & Cie.: Gesamtrang 16 (59,4 Punkte)
  3. Reichmuth & Co.: Gesamtrang 17
  4. Märki Baumann & Co.: Gesamtrang 23
  5. Tareno: Gesamtrang 25

Nach zuletzt dürren Jahren konnten immerhin zwei Institute aus Österreich wieder in den vorderen Rängen landen.

Die 5 besten Private-Banking-Anbieter aus Österreich

  1. Bankhaus Carl Spängler & Co.: Gesamtrang 1 (85,5 Punkte)
  2. Alpen Privatbank: Gesamtrang 4 (83,0 Punkte)
  3. Schelhammer Capital: Gesamtrang 18  
  4. Bank Gutmann: Gesamtrang 22  
  5. Kathrein Privatbank: Gesamtrang 32  

Deutschlands Private Banking zeigt den Testern zufolge ein gemischtes Bild: Zwar gibt es viele Anbieter, aber nur wenige landen in der Spitzengruppe. „Wir sehen jedoch eine klare Tendenz nach oben: Die Kundenorientierung ist heute wieder stärker als vor zehn Jahren, als regulatorische Vorgaben den Markt dominierten“, urteilt Vielhaber. 

Die 5 besten Private-Banking-Anbieter aus Deutschland

  1. LGT in Deutschland: Gesamtrang 3 (84,3 Punkte)
  2. HRK Lunis: Gesamtrang 5 (80,9 Punkte)
  3. Weberbank: Gesamtrang 6 (80,3 Punkte)
  4. Bethmann (ABN Amro): Gesamtrang 7 (80,2 Punkte)
  5. Bankhaus Ellwanger & Geiger: Gesamtrang 11 (70,6 Punkte)

Ausgezeichnet haben die Tester acht Institute für eine „Gold“-Leistung, das heißt diese erreichten wenigstens 90 Prozent der erreichten Bestleistung. Vier weitere Anbieter bekamen „Silber“ für 80 bis 89 Prozent der Bestleistung und ebenso viele erhielten „Bronze“ für 60 bis 79 Prozent des Top-Ergebnisses. 

Die 10 besten Private-Banking-Anbieter aus dem Tops-Test 2026

  1. Bankhaus Carl Spängler & Co. (85,5 Punkte)
  2. Globalance Bank (84,7 Punkte)
  3. LGT in Deutschland (84,3 Punkte)
  4. Alpen Privatbank (83,0 Punkte)
  5. HRK Lunis (80,9 Punkte)
  6. Weberbank (80,3 Punkte)
  7. Bethmann ABN Amro (80,2 Punkte)
  8. Kaiser Partner Privatbank (77,0 Punkte)
  9. LGT Bank (76,3 Punkte)
  10. Neue Bank (71,9 Punkte)

In der ewigen Bestenliste bleibt Bankhaus Carl Spängler an der Spitze

In der ewigen Bestenliste verteidigte das Bankhaus Carl Spängler seine Spitzenposition. Auf dem zweiten Platz landet die Globalance Bank, auf den drei Plätzen dahinter folgen die Alpen Privatbank, die Weberbank sowie die Schelhammer Capital Bank.

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