Nach dem geteilten ersten Rang des letztjährigen Fuchs | Richter Vermögensmanager-Tests bestimmt die Prüfinstanz im Rahmen des 22. Private-Banking-Gipfels in Berlin wieder einen alleinigen Sieger. Während im Vorjahr ein Preis nach Deutschland an die Weberbank und einer in die Schweiz an die Globalance Bank ging, setzt sich in diesem Jahr ein österreichischisches Institut an die Spitze des Testfelds aus dem deutschsprachigen Raum.
Dieses Jahr bewertet die Prüfinstanz im anonym durchgeführten Test insgesamt 70 Banken und Vermögensverwalter, die ihren Sitz in Deutschland, Österreich, Schweiz oder Liechtenstein haben. Acht von ihnen gelang es, ein Gold-Rating zu erhalten und damit eine „sehr gute“ Leistung zu zeigen.
Der Testfall des Fuchs | Richter Vermögensmanager-Tests
Um die Anbieter bewerten zu können, hat die Prüfinstanz Testkunden zu 70 Anbietern geschickt. Über die Hälfte der Banken oder Vermögensverwalter hat dabei ihren Sitz in Deutschland.
Im Mittelpunkt des Vermögensmanagertests im deutschsprachigen Raum steht in diesem Jahr ein Glücksritter. Genau genommen ein mit Bitcoin und Nvidia sehr erfolgreicher Anleger, der nun den Schritt ins professionelle Wealth Management gehen will. Nur ein Spieldepot mit 500.000 Euro will dieser von aktuell 3 Millionen Euro weiterhin selbst einsetzen können. Die übrigen 2,5 Millionen Euro sollen in professionelle Hände.
Ziel ist der Prüfinstanz zufolge eine laufende Realrendite nach Steuern. Verlustphasen akzeptiert der Kunde demnach, solange sie plausibel erklärt und aus einer klar definierten Strategie entstehen. „Entscheidend ist, dass der Berater nicht nur Produkte anbietet, sondern einen durchdachten, dokumentierten Investmentprozess nachvollziehbar darstellt“, sagt Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, der mit Jörg Richter die Fuchs | Richter Prüfinstanz bildet.
Überdies erwarte der Kunde eine präzise Risikoeinschätzung: „Er will wissen, wie Banken seine Verlusttoleranz testen und welche Methoden zur Profilbildung eingesetzt werden. Nur so kann er sicher sein, dass Strategie und Psyche zusammenpassen.“ Der Berater soll ein klares Bild des Investmentprozesses liefern, inklusive Strategien, Asset-Allokation, Verantwortliche und Historie.
Zu den gefragten Leistungen gehört in solch einem Fall insbesondere, das Vermögen optimal für die Zukunft anzulegen. Aber auch, die Risikobereitschaft des Mandanten gründlich abzuklopfen, wie Vielhaber betont: „Wer weist ihm glaubhaft nach, dass er die Kunst der Vermögensanlage wirklich beherrscht, systematisch vorgeht und in der Vergangenheit erfolgreich war? Wer bietet ihm ein durchdachtes Anlagekonzept, abgestimmt auf seine Ziele und erläutert dies verständlich?“
Für die Analyse haben die Testkunden bei den 70 Adressen im deutschsprachigen Raum vorgesprochen und ihre Erlebnisse dokumentiert. Der Report der Prüfinstanz soll neben den Platzierungen der Banken und Vermögensverwalter einen ebenso breiten wie tiefen Einblick in den Markt geben, so Vielhaber.
Die Bewertungskriterien im Fuchs | Richter Vermögensmanager-Test
Insgesamt waren 100 Punkte zu verteilen. Wer 90 Prozent der tatsächlich erreichten Höchstpunktzahl erreichte, erhielt ein „sehr gut“ und damit eine Goldmedaille. Bei 80 bis 89 Prozent der Höchstpunktzahl war die Leistung „gut“ und bedeutete eine Silbermedaille. Wenn ein Anbieter getestet wurde, durchlief er im Vermögensmanager-Test wie in den Vorjahren überwiegend ein zweistufiges Auswahlverfahren.
In der Qualifikationsrunde sprach der Testkunde in einem ersten Beratungsgespräch (40-prozentige Gewichtung) mit dem Anbieter und erhielt dann meist einen Anlagevorschlag (10-prozentige Gewichtung). Wer sowohl im Gespräch als auch im Anlagevorschlag mindestens eine gute Gesamtwertung erzielte, schaffte es dann in die Endrunde.
Als dritter Bewertungsbaustein fließt die Transparenz (15-prozentige Gewichtung) ein, die Anbieter in den entsprechenden Fragebögen offenbahrten. Wer keine Einblicke gewährte, bekam von der Prüfinstanz auch keine Punkte. „Zur Transparenz gibt es einen umfassenden Fragenkatalog. Die Teilnahme an Performance-Projekten und zum Trusted Wealth Manager fließen ebenfalls ein“, erklärt Vielhaber.
In der Endrunde haben die Tester dann zwei weitere Kriterien geprüft: Zum einen gab es einen „Beauty Contest“ (20-prozentige Gewichtung), in dem die Qualifikanten der Vorrunde gegenüber einem Fachgremium ihre konkreten Vorschläge vorstellen mussten.
Zum anderen wurde als fünfter Teil die Investmentkompetenz mit 15-prozentigem Gewicht geprüft: Dazu zählt, wie treffsicher die Zusammenstellung der Wertpapiere die Kundenvorgaben erfüllt, wie ähnliche Portfolios abschnitten und wie durchdacht der Investmentprozess ist.
Neben dem neuen Gesamtranking finden Sie auf den folgenden Seiten die jeweils besten Anbieter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Liechtenstein. Auch die im überregionalen Gesamtranking zehn besten Private-Banking-Institute können Sie dort entdecken. Für die 16 erfolgreichsten Anbieter geben wir dabei zudem die erreichte Punktzahl an. Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen.
