ESG steht unter Druck. Das bestätigt auch der aktuelle Report der Fuchs | Richter Prüfinstanz. Die Autoren sind Jörg Richter von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, die gemeinsam die Fuchs | Richter Prüfinstanz bilden.
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ESG steht unter Druck. Das bestätigt auch der aktuelle Report der Fuchs | Richter Prüfinstanz. Die Autoren sind Jörg Richter von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, die gemeinsam die Fuchs | Richter Prüfinstanz bilden.
Die Nachhaltigkeit im Private Banking nimmt das Duo nun bereits zum vierten Mal unter die Lupe. Und das neue Nachhaltigkeits-Rating 2025/26 zeigt: Nachhaltigkeit ist im Private Banking kein
Selbstläufer mehr. „Unter den Instituten trennt sich zunehmend die Spreu vom Weizen. Während einige Anbieter ESG mit Substanz und strategischer Tiefe leben, bleibt es bei anderen beim Pflichtprogramm – oder sie ziehen sich ganz zurück“, so Vielhaber.
Das Rating soll vermögenden Privatkunden und Stiftungen, die besonderen Wert auf
nachhaltige Geldanlage legen, eine fundierte Orientierung bei der Auswahl ihres Finanzpartners erlauben. Die Untersuchung umfasst 45 Banken und Vermögensverwalter aus dem deutschsprachigen Raum. Als „Meister“ küren die Studienautoren in diesem Jahr acht Anbieter, als „Großmeister“ fünf.
Diese Institute überzeugen den Experten zufolge durch glaubwürdige ESG-Strategien, transparente Kommunikation und individuelle Beratungskonzepte – oft mit eigenen Rating-Systemen und Impact-Analysen.
Diffuser regulatorischer Druck
Andereseits sei eine spürbare ESG-Ermüdung in der Branche wahrzunehmen. „Viele Banken kämpfen mit wachsender Bürokratie, sinkender Nachfrage und diffuser Wirkung. Neue Regulierungen wie CSRD, SFDR, ESMA-Leitlinien und das Omnibus-Paket erhöhen den Druck zusätzlich. Greenwashing wird zum Reputationsrisiko und echte Nachhaltigkeit zur strategischen Bewährungsprobe“, sagt Vielhaber.
Und: „Nur wenige Institute halten an ihrer Strategie fest, entwickeln Nachhaltigkeit im Private Banking konsequent weiter – mit Struktur, Substanz und erkennbarem Kundennutzen.“ Das Rating zeige, welche Anbieter ESG glaubwürdig und kundenorientiert umsetzen, und wo Anleger kritisch nachfragen sollten.
Die Methodik
Die Methodik hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verändert. Für das Rating haben die Autoren bei den Anbietern zehn Kriterien mit folgender Gewichtung geprüft:
- Nachhaltigkeitsfokus im Gesamtunternehmen (15 Prozent)
- Nachhaltigkeit bei und in der Mitarbeiteraus- und -fortbildung (15 Prozent)
- Nachhaltigkeitsfokus in der Produktpalette (10 Prozent)
- Nachhaltigkeit im Investmentprozess (10 Prozent)
- Nachhaltigkeit bei der Evaluierung der Kundenbedürfnisse (10 Prozent)
- Qualität der persönlichen Beratung zu Nachhaltigkeit (10 Prozent)
- Respektierung des Wertesystems des Kunden (7,5 Prozent)
- Individualität in der Umsetzung der Kundenwünsche (7,5 Prozent)
- Nachhaltigkeit im Anlagevorschlag (10 Prozent)
- Hinzuziehung externer Expertise (5 Prozent)
Großmeister wurde, wer 90 bis 100 der Ratingpunkte erreichte, Meister erzielten 80 bis 90 Punkte. Die weiteren Abstufungen sind Geselle (70 bis 80 Punkte), Lehrling (60 bis 70 Punkte) und Unbedarfte (bis 60 Punkte).
Welche Anbieter Meister und welche Großmeister sind, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Die gesamten Ergebnisse des Reports finden Sie auf der Seite der Fuchs | Richter Prüfinstanz.