Fuchs-Report, Euro-Magazin & Co. Die Gewinner der Mystery-Shopping-Tests 2016

Robert Hager vom Bankhaus Carl Spängler (linkes Bild rechts) nimmt von Ralf Vielhaber (l.), Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, die Auszeichnung für den 1. Platz des Institutes im Jahres-Ranking entgegen. Das rechte Bild zeigt die Preisverleihung des Elite Reports in der Münchner Residenz

Robert Hager vom Bankhaus Carl Spängler (linkes Bild rechts) nimmt von Ralf Vielhaber (l.), Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe, die Auszeichnung für den 1. Platz des Institutes im Jahres-Ranking entgegen. Das rechte Bild zeigt die Preisverleihung des Elite Reports in der Münchner Residenz

Diese Mystery-Shopping-Tests sind mittlerweile beinahe Institution: Die Private Banking Prüfinstanz (PBPI), der Elite Report und die Zeitschrift „Euro“ haben auch dieses Jahr wieder zahlreiche Private-Banking-Anbieter auf Herz und Nieren geprüft und die Ergebnisse in Rankings einfließen lassen.

Während die PBPI, eine Zusammenarbeit vom Verlag Fuchsbriefe und Analysehaus Dr. Richter IQF, und der Elite Report Anbieter aus dem gesamten deutschsprachigen Raum einbeziehen, konzentriert sich das „Euro“-Magazin ausschließlich auf Dienstleister aus Deutschland.

Neben dem geographischen Fokus unterscheiden sich die Tests auch in der Methodik:

Elite Report: 100 anonyme Tester gaben den verschiedenen Anbietern insgesamt 500 Fälle auf, die von Experten bewertet wurden. Im Zuge dessen wurden den Angaben zufolge insgesamt 800 Depots im Gesamtwert eines zweistelligen Milliarden-Euro-Betrages analysiert. Für die Beurteilung zog der Elite Report 40 Parameter heran, darunter Kriterien wie Performance, Wertbeständigkeit und Widerstandskraft gegen Wertschwankungen. Um das Gesamtbild abzurunden wurde zudem auf vertrauliche Informationen aus dem Anlegerkreis zurückgegriffen.

PBPI: Diesmal dienten mögliche bevorstehende Zinserhöhungen als Grundlage des Testfalls. So wurden verdeckt arbeitende Testkunden zu insgesamt 83 Banken und Vermögensverwaltern geschickt, um nach Rezepten gegen einen bevorstehenden Zinsschock zu fragen. Ihr Depot mit einer Anlagesumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro war jahrelang gut gelaufen, bestand aber gänzlich aus Anleihen. Die PBPI prüfte die Qualität des Beratungsgesprächs (45 Prozent der Wertung) und des Anlagevorschlags (30 Prozent). Die Portfolioqualität (9 Prozent) floss zu 9 Prozent in die Bewertung ein, die Antworten auf einen Fragebogen zu 16 Prozent.


Euro:
In diesem Jahr ging es darum, einen Anlagevorschlag für das Hamburger IT- und Software-Beratungshaus Cenit zu erarbeiten. Die Anlagesumme betrug 10 Millionen Euro, die die teilnehmenden Häuser in ein international gestreutes Portfolio investieren sollten. Der Aktienanteil durfte dabei nicht über 60 Prozent, der alternativer Anlagen nicht über 20 Prozent liegen. Bei einem maximalen Verlust von 20 Prozent erwarteten die Tester eine Zielrendite nach Kosten in Höhe von 3 bis 4 Prozent. Bewertet wurden die Punkte Ganzheitlichkeit, Transparenz, Kosten, Risikoanalyse und der Gesamteindruck, die zu unterschiedlichen Anteilen in das Gesamturteil einflossen.