Fuchs | Richter Prüfinstanz Performance-Projekt startet in die sechste Runde

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz: Dr. Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe.  | © Fuchs | Richter Prüfinstanz

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz: Dr. Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe. Foto: Fuchs | Richter Prüfinstanz

Am 1. Januar 2020 startet das 6. Performance-Projekt der Fuchs | Richter Prüfinstanz. Rund 400 Vermögensverwalter aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein sind aufgefordert, sich – kostenfrei – im Wettbewerb zu messen. Sie treten gegen ein von der Fuchs | Richter Prüfinstanz zusammengestelltes Benchmark-Depot als Messlatte an. Das Depot bildet die Vorstellungen eines Stifters ab, der für seine Stiftung eine Aktienquote von 45 Prozent vorsieht. Der Rest wird in Anleihen und gegebenenfalls in Rohstoffe angelegt.

Die Laufzeit des Projektes beträgt fünf Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Finanzmarktdaten liefert VWD. Für das Projekt stellt VWD außerdem die Plattform für Depotführung, Ordererfassung und Teilnehmer-Auswertungsmöglichkeiten der Depots zur Verfügung.

Stiftungskompetenz gefragt

Die Vermögensverwalter sind aufgerufen, das liquide Vermögen einer gemeinnützigen Stiftung eines aktienaffinen Stifters über fünf Jahre zu managen. Als Startkapital stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung. Laut Satzung sind bis zu 50 Prozent in Aktienanlagen zulässig. In der Vermögensanlage sollten nachhaltige Anlagen (ESG, SRI) integriert sein, jedoch ist keine ausschließliche Nachhaltigkeit notwendig.

Jährlich sollen 2 Prozent Ausschüttungen, also 100.000 Euro, unter Berücksichtigung der steuerlichen Restriktionen aus ordentlichen Erträgen erfolgen. Dies sind Dividendenzahlungen von börsennotierten Unternehmen und Zinsen von Staats- oder Unternehmensanleihen ebenso Fondsausschüttungen. Außerordentliche Erträge (aus Wertsteigerungen der Wertpapiere) sind zu thesaurieren, also anzusparen.

Das Stiftungsvermögen hat einen „ewigen Anlagehorizont“. Entsprechend ist das Vermögen zu managen. Das heißt: Der Anlagehorizont geht über die Projektdauer von fünf Jahren hinaus. Die Vermögensverwalter können eine individuelle Pauschalgebühr (all-in-fee inklusive Umsatzsteuer) ansetzen. Sie wird vierteljährlich belastet. Bemessungsgrundlage ist das jeweilige Vermögen der Stiftung einschließlich Liquiditätskonto.

Interessenten können sich unter [email protected] anmelden. Weitere Informationen gibt es hier.

In jedem Quartal ermittelt vwd die Bewertungskenngrößen des Benchmark-Depots und der Teilnehmer-Depots inklusive des jeweiligen Liquiditätskontos. Dabei werden die bewährten Kennzahlen Rendite (Wertzuwachs), Omega (Performancemaß mit Betrachtungen der positiven und negativen Monate) und Sortino Ratio (Risikomaß) zu Grunde gelegt.

Die Differenz zwischen der Entwicklung des Benchmark-Depots und der jeweiligen Teilnehmerleistung wird in Punkte übersetzt. Eine positive Abweichung zum Benchmark-Portfolio bringt Pluspunkte, eine negative Minuspunkte.

Werden die Ziele der Stiftung „Mindestausschüttung“ und / oder „maximaler Verlust“ nicht eingehalten, wird dies durch Punktabzüge (Minuspunkte) berücksichtigt.

Erstes Projekt 2011 gestartet

Das erste Performance-Projekt startete bereits im Juli 2011 mit 73 Teilnehmern und endete 2016. Derzeit laufen die Performanceprojekte 3 (Stiftungsportfolio, 53 Teilnehmer Start im November 2014), 3 (Private Banking-Depot, 74 Teilnehmer Start im Januar 2016) und 5 (vermögensverwaltende Fonds, 74 Teilnehmer, Start im Januar 2017). Alle laufenden Ergebnisse sowie die abgeschlossenen Projekte können auf www.pruefinstanz.de eingesehen werden.