Von Düsseldorf nach Zürich Früherer HSBC-Inka-Chef Walbrecht wechselt zu Six Securities Services

Urs Walbrecht wechselt in die Schweiz.

Urs Walbrecht wechselt in die Schweiz. Bildquelle: HSBC Inka

Urs Walbrecht hat die Leitung des Vertriebs und des Kundenmanagements (Head of Sales & Relationship Management) bei Six Securities Services in Zürich übernommen. Im Zuge des Wechsels ist er in die Schweiz umgezogen. Zuvor war er seit dem 1. Juni 2024 Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der HSBC Inka – der Internationalen Kapitalanlagegesellschaft von HSBC Deutschland in Düsseldorf.

Bei Six Securities Services verantwortet Walbrecht laut seinem Linkedin-Profil Vertrieb, Kundenbeziehungen und Partnerschaften. SIX ist laut Unternehmensangaben als Swiss Infrastructure and Exchange Betreiberin der Schweizer Finanzmarktinfrastruktur; Securities Services umfasst Clearing-, Settlement- und Verwahrungsdienstleistungen. Im Bereich Settlement und Custody fungiert die Konzerntochter Six Sis als Zentralverwahrer (Central Securities Depository) des Schweizer Finanzmarktes. 

Walbrecht startete seine Karriere 2010 bei der HSBC in Düsseldorf, zunächst als Executive Assistant to CEO. Ab März 2013 war er als Manager in der Financial Institutions Group (Insurance) tätig. Im März 2016 wechselte er in den Bereich Custody und übernahm die Funktion des Associate Director Sales & Business Development. Im März 2018, stieg er zum Director auf und leitete seither den Ausbau der deutschen Verwahrstellen-Dienstleistungen.

Im August 2020 wurde er in die Geschäftsführung der HSBC Inka berufen und übernahm dort als Mitglied der Geschäftsführung (Member of the Management Board) den Bereich Geschäftsentwicklung und Kundenmanagement (Business Development & Client Management). Zum 1. Juni 2024 wurde Walbrecht zum Vorsitzenden der Geschäftsführung (CEO) bestellt. Diese Funktion übte er bis April 2026 aus. 

Die HSBC Inka ist nach eigenen Aussagen eine der führenden Kapitalverwaltungsgesellschaften in Deutschland und verwaltete zuletzt rund 430 Milliarden Euro in Spezialfonds und bietet auch Fondsadministrationsplattformen und Services für andere Fondsarten an. Wie das private banking magazin berichtete, hatte HSBC Continental Europe im Juli 2025 eine Einigung über den Verkauf der Gesellschaft an den Finanzinvestor Blackfin Capital Partners erzielt.

Der Abschluss der Transaktion wird laut Unternehmensangaben für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, steht aber noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Mit dem Verkauf vollzieht HSBC laut Pressemitteilung eine strategische Neuausrichtung- Im Bereich Securities Services konzentriert sich die Bank künftig auf ihr Geschäft in Asien und dem Nahen Osten sowie auf Verwahrstellendienstleistungen über Hubs in London, Irland und Luxemburg.

Über SIX Securities Services

SIX (Swiss Infrastructure and Exchange) betreibt mit Hauptsitz in Zürich die Finanzmarktinfrastruktur der Schweiz und Spaniens. Der Bereich Securities Services bietet laut Unternehmensangaben ein komplettes Spektrum an Post-Trade-Dienstleistungen – von Clearing und Settlement bis zur Verwahrung – in mehr als 50 Ländern. Die Konzerntochter SIX SIS AG fungiert als Zentralverwahrer (Central Securities Depository) des Schweizer Finanzmarktes; SIX x-clear AG agiert als zentrale Gegenpartei (Central Counterparty) für das Clearing. SIX steht im Eigentum von rund 120 Banken und folgt dem Grundsatz „user-owned, user-governed". Seit Januar 2025 ist Bjørn Sibbern CEO der Gruppe; Head Securities Services ist seit Juni 2025 Rafael Moral Santiago.

 

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