Ofex-Finanzplatz-Ranking 2026 Frankfurt hält Rang 5 – und ein US-Riese stürzt ab

Frankfurt (l.), New York und Shanghai (u.r.) sind in den Top 10, von denen fünf Städte in Asien liegen. In den Top-20 sind insgesamt sechs Städte aus Asien.

Frankfurt (l.), New York und Shanghai (u.r.) sind in den Top 10, von denen fünf Städte in Asien liegen. In den Top-20 sind insgesamt sechs Städte aus Asien. Bildquelle: Imago Images / greativ / Connecting Images / Cavan Images

Welcher Finanzplatz der Welt bietet am meinsten Vorteile und damit das beste Gesamtpaket? Das Center for Financial Studies (CFS) der Frankfurter Goethe-Universität und das Pariser Institut Louis Bachelier messen das seit 2023 mit dem Open Financial Ecosystem Index (Ofex). Anders als das umfragebasierte Ranking der Londoner Z/Yen Group stützt sich der Ofex auf 53 Indikatoren aus öffentlich zugänglichen Quellen – von der Marktkapitalisierung über Steuersätze bis zur Lebenszufriedenheit.

Je zur Hälfte fließen die Kategorien Finance und Arbeitsumfeld in den Score ein. Am 7. Juli stellten die Institute die Ausgabe 2026 vor. Das Ergebnis: viel Stabilität an der Spitze, eine leichte Aufholbewegung asiatischer und europäischer Finanzplätze – und einzelne bemerkenswerte Bewegungen. Eine Einordnung liefern die Autoren gleich mit: Die Verschiebungen gehen nicht nur auf neue Daten zurück, sondern auch auf Methodikänderungen – drei Steuerindikatoren wurden durch aktuellere OECD-Daten ersetzt, die Handelsdaten europäischer Finanzplätze um Euronext-Zahlen ergänzt.

Sehen sie auf den folgenden Seiten die Top-10 der vorteilhafstesten Finanzzentren – und erfahren Sie zudem, welche 20 Städte es in das Ranking geschafft haben. 

Platz 10: Shenzhen

Für Shenzhen geht es zwei Plätze nach unten: von Rang 8 auf Rang 10, mit einem Score von 63,7 Punkten. Damit hält sich die südchinesische Metropole gerade noch in der Spitzengruppe – die sie erst im Vorjahr erobert hatte, als sie um zehn Plätze nach oben geklettert war. Als Bewegungsfaktoren nennt die Studie die Lebenszufriedenheit und ausländische Direktinvestitionen. Shenzhen, 1980 zur ersten Sonderwirtschaftszone Chinas erklärt, zählt heute rund 17,8 Millionen Einwohner. Die Stadt beheimatet die Shenzhen Stock Exchange sowie Technologiekonzerne wie Tencent und Huawei – und gilt als Fintech-Labor der Volksrepublik.

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