Die Bafin zieht um: Wie die Behörde mitteilt, wird sie ihre beiden Sitze im Frankfurter Norden absehbar aufgeben und ins Frankfurter Finanzzentrum umziehen. Voraussichtlich ab Herbst 2028 soll der neue Standort frisch saniert verfügbar sein.
Der Umzug führt in den Business Campus im Frankfurter Europaviertel namens RAW. In dem Komplex hatte zuvor die Hauptverwaltung der Deutschen Bahn ihren Sitz. Der „revitalisierte Bürocampus“ sei „Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung, ist zentral gelegen und sehr gut angebunden“, heißt es von der Bafin. Behörden-Chef Mark Branson lobt die „beste Kombination aus Kosten, Erreichbarkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit“.
Der heute denkmalgeschützte Gebäudekomplex wurde 1993 errichtet. Über ihn kursieren auch Bezeichnungen wie „Ikone des Brutalismus“ oder – in Anlehnung an die berüchtigte US-Gefängnisinsel – der Spitzname „Alcatraz“. Neben der Bafin will auch die Wirtschaftsprüfgesellschaft Deloitte ihre Sitz hierhin verlagern – und das bereits im kommenden Jahr.
Aus Bafin-Sicht bringt der neue Standort einige Erleichterungen mit sich: Statt wie bisher an zwei Orten – in der Marie-Curie-Straße und der nahegelegenen Lurgiallee - ansässig zu sein, beziehen die Frankfurter Bafin-Mitarbeiter dann einen größeren, gemeinsamen Sitz. Rund 1.000 Mitarbeiter sind für die Behörde in Frankfurt tätig.
In Frankfurt hat die Bafin die Wertpapieraufsicht untergebracht. Am Standort Bonn, wo die Behörde mit drei weiteren Adressen vertreten ist, hat die Versicherungsaufsicht ihren Sitz. Die Bankenaufsicht, für die die Bafin ebenfalls zuständig ist, verteilt sich auf beide Standorte.