Von den Grünen Frankfurt am Main hat einen neuen Kämmerer

Bastian Bergerhoff von den Grünen

Bastian Bergerhoff von den Grünen: Der Politiker und promovierte Physiker ist neuer Kämmerer der Finanzmetropole Frankfurt am Main Foto: Imago Images / Brennweiteffm

Bastian Bergerhoff, Vorstandssprecher von Bündnis 90 / Die Grünen in Frankfurt am Main, ist – nach einer Wahl der Stadtratssitzung – der neue Kämmerer der Finanzmetropole. In diesem Zuge wurde der bisherige Kämmerer Uwe Becker (CDU) zum zweiten Mal abgewählt.

Die Grünen waren in Frankfurt bei der hessischen Kommunalwahl am 14. März mit 24,6 Prozent stärkste Kraft geworden. Im Juni bildete Bündnis 90/ Die Grünen mit SPD, FDP und Volt eine Koalition, die sogenannte V-Ampel und löste das bisherige Bündnis aus CDU, SPD und Grünen ab.

Der gebürtige Frankfurter ist promovierter Physiker hat laut seiner Homepage und seines Linkedin-Profils nach seinem Studium zunächst als wissenschaftlicher Assistent geforscht und gearbeitet. Anschließend war er in verschiedenen Rollen in der IT-Branche tätig. Zuletzt war er bei der Deutschen Telekom für den Online-Auftritt mitverantwortlich. 1986 ist Bergerhoff in Frankfurt erstmals den Grünen beigetreten, verließ die Partei allerdings wieder, da es damals schwierig gewesen sei „in der innerparteilich aufgeheizten Auseinandersetzung zwischen ‚Fundis‘ und ‚Realos‘ Fuß in der Partei zu fassen“, heißt es auf seiner Webseite.


2002 trat Bergerhoff erneut ein. Nachdem er ab 2013 verschiedene Parteiämter innehatte, kandidierte er 2021 erstmals für das Frankfurter Stadtparlament. Bei den Kommunalwahlen im März war er Spitzenkandidat. Am 14. Juni nominierte ihn seine Partei als Stadtkämmerer und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Personal.

Becker war seit 2007 Kämmerer und Kirchendezernent in Frankfurt am Main. Ab 2016 war er zusätzlich Bürgermeister. Im April 2019 ernannte die Hessische Landesregierung ihn zum Beauftragten für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus in Hessen. Seit Oktober 2019 ist er zudem Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.