Möglicher Verkauf? Fosun lotet Optionen für Hauck Aufhäuser Lampe aus

Guo Guangchang von Fosun bei einer Veranstaltung im Jahr 2020

Guo Guangchang von Fosun bei einer Veranstaltung im Jahr 2020: Der Konzern prüft wohl seine Beteiligung an der Hauck Aufhäuser Lampe. Foto: Imago Images / VCG

Der chinesische Mischkonzern Fosun International steht seit geraumer Zeit unter Druck – bereits im Juni strafte die Ratingagentur Moody's das Unternehmen ab, die Kurse von Fosun-Anleihen brachen ein. Dem Konzern wird ein Liquiditätsproblem nachgesagt. Um dem entgegenzuwirken und ausstehende Schulden zu bezahlen, erwägt das Management um Unternehmenschef Guo Guangchang nun offenbar den Verkauf einiger europäischer Beteiligungen.

Dazu zählt seit 2015 auch Hauck & Aufhäuser, die 2021 in der Hauck Aufhäuser Lampe aufging. Fosun baute Hauck & Aufhäuser zwischenzeitlich zur Aktiengesellschaft um und kürte Michael Bentlage zum Chef der Bank. Er ist noch immer Geschäftsführer bei der heutigen Hauck Aufhäuser Lampe.

 

Dass auch die Beteiligung am Bankhaus von Fosun geprüft wird, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen. Auch einige Investments in Portugal wurden demnach durchleuchtet. So arbeitet Fosun mit einem Berater zusammen, um verschiedene Szenarien für die Beteiligungen durchzuspielen. Dazu gehören wohl auch Verkaufsszenarien. Allerdings würden die Pläne noch im Anfangsstadium stecken, entschieden sei nichts. Zudem erklärte ein Vertreter von Fosun nach einer Bloomberg-Anfrage, die Gruppe habe derzeit keine Verkaufspläne.