Fondsporträt Finasta Emerging Europe Bond Ohne Turbulenzen durchs aufstrebende Europa

Der Finasta Emerging Europe Bond Fund ist ein osteuropäischer Rentenfonds aus Osteuropa. Aufgelegt wurde er im Oktober 2010 von der litauischen Fondsgesellschaft INVL Asset Management. Sein Anlageuniversum umfasst mehr als 25 Länder aus Zentral- und Osteuropa einschließlich Russland – und auch Österreich als westeuropäische Drehscheibe für den osteuropäischen Markt ist dabei.

Zur Auswahl stehen sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen. „Die strategische Aufteilung liegt bei 50 zu 50. Zurzeit machen Staatsanleihen aber nur rund ein Viertel des Portfolios aus. Wir sehen deutlich bessere Chancen bei Unternehmensanleihen“, sagt Tomas Krakauskas (Foto), Chief Investment Officer von INVL Asset Management. Anleihen von Turkish Telecom, der russischen VTB Bank, Gazprom und der Bank of Georgia zählen zu den größten Positionen. Die durchschnittliche Bonität im Fonds liegt im Investmentgrade-Bereich.

Dollar-Risiken werden abgesichert

Investiert wird nur in Anleihen, die in US-Dollar und Euro denominiert sind. „Wir wollen kein Währungsrisiko im Fonds, auch den US-Dollar sichern wir konsequent auf Euro ab“, erläutert Krakaukas. Dennoch könne es sich lohnen, falls vorhanden, eine Anleihe in Dollar zu wählen. Denn sie biete abzüglich der Hedging-Kosten immer noch eine höhere Rendite als entsprechende Euro-Anleihen. Daher sind auch über 60 Prozent des Portfolios zurzeit in Dollar-Anleihen investiert. Auf Lokalwährungsanleihen wird verzichtet, außer bei Währungen, die an den Euro gekoppelt sind. „Hier bieten die Lokalwährungspapiere oft eine höhere Rendite als die Euro-Anleihe, ohne ein tatsächliches Währungsrisiko zu bergen“, erklärt der INVL-Investmentchef.

Die größte Länderposition ist Russland mit rund 30 Prozent. „Russland ist im Index ein Schwergewicht und auch im Fonds stets prominent vertreten“, so Krakaukas. Die restliche regionale Allokation kann aber stark schwanken. Hohe Gewichtungen mit 7 bis 12 Prozent haben aktuell Kroatien, Bulgarien, Georgien, Ungarn, die Türkei und Litauen. Die Bottom-up-Titelauswahl führt zu einem konzentrierten Portfolio aus zurzeit 23 Anleihen von 20 Emittenten. Die größte Position, eine Staatsanleihe aus Rumänien, hat einen Anteil am Portfolio von über 7 Prozent. „Das Wirtschaftswachstum in Rumänien lag 2014 bei 2 Prozent, 2015 soll es noch höher ausfallen. Und die Anleihe bietet einen Risikoaufschlag von 120 bis 160 Basispunkten auf deutsche Staatsanleihen“, begründet Krakauskas.

Stete Entwicklung durch niedrige Duration

Ein Ziel ist ein relativ stetes Wachstum. Im Vergleich zum Marktindex aber auch zu vielen Wettbewerber-Produkten zeigt der Fonds deutlich weniger Preisausschläge nach oben und unten. Mit einer Drei-Jahres-Standardabweichung von unter 3 Prozent zählt er in der Morningstar-Peergroup zu den Fonds mit der niedrigsten Volatilität. Ein Grund dafür ist die kurze Durchschnittsduration im Portfolio. Sie liegt stets bei nur zwei bis drei Jahren. Auch auf der Performance-Seite muss sich der Fonds nicht verstecken. In der ersten Jahreshälfte hat er knapp 4 Prozent zugelegt. Morningstar bewertet ihn mit vier Sternen.