Fondsporträt - Bond Opportunities Fund Gelegenheiten gezielt nutzen

Schulte setzt auf Anleihen aus Europas Peripherieländern. Großes Potenzial sieht er in Spanien. Hier zu sehen, das Rathaus in Madrid/Spanien. | © Getty Images

Schulte setzt auf Anleihen aus Europas Peripherieländern. Großes Potenzial sieht er in Spanien. Hier zu sehen, das Rathaus in Madrid/Spanien. Foto: Getty Images

Es gibt keine lukrativen Investments mehr an den Anleihemärkten? Mitnichten, meint Dr. Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender der MainSky Asset Management AG (ehemals GPIM). Für den bei IP Concept aufgelegten Bond Opportunities Fund findet er immer noch genügend Anlagegelegenheiten. „Der Markt ist letztlich ständig in Bewegung. Trotz Niedrigzinsumfeld gibt es immer wieder Verwerfungen, die Spread-Ausweitungen bzw. Renditeanstiege in einzelnen Marktsegmenten hervorrufen, welche dann gute Ertragschancen liefern.“

Der Bond Opportunities Fund ist der jüngere der zwei Publikumsfonds von MainSky. Er wurde im Oktober 2011 aufgelegt und investiert in die globalen Rentenmärkte mit Fokus auf Europa. „Mindestens 50 Prozent der Anleihen im Fonds sind in Euro notiert“, sagt Dr. Schulte. Zurzeit sind es sogar gut drei Viertel. Im Gegensatz zum älteren Absolute-Return-Fonds hat dieser Fonds eine Long-only-Ausrichtung. Er sucht flexibel nach den besten Opportunitäten. „Wir können gezielt auf die Segmente und Märkte setzen, die wir gerade für aussichtsreich halten“, so Schulte. Da der Fonds ein Volumen von rund 23 Millionen Euro hat, kann er auch eine Veränderung der Allokation vornehmen und gezielt Akzente setzten, was milliardenschweren Fonds gar nicht möglich wäre.

Geringere Volatilität bei Firmenbonds erwartet

Entscheidend für den Investmentprozess ist die Kombination aus makroökonomischer Fundamentalanalyse und Einzeltitelselektion. Durch die Fundamentalanalyse werden zunächst interessante Marktsegmente identifiziert, woran sich dann die Einzeltitelauswahl anschließt. „Insbesondere im Bereich der Unternehmensanleihen im High Yield-Segment kommt dieser eine hohe Bedeutung zu“, so Dr. Schulte. Um interessante Bonds zu identifizieren, hat MainSky ein eigenes Bonitätsanalysetool entwickelt.

Hinsichtlich der Marktsegmente findet er zurzeit Unternehmensanleihen, insbesondere auch aus dem High-Yield-Bereich, am attraktivsten. „Vor allem die Unternehmen mit einem Rating an der Schnittstelle zwischen Investmentgrade und Non-Investmentgrade gefallen uns“, erklärt Schulte. Dabei geht er auch längere Durationen ein, denn er rechnet kaum mit einem größeren Zinsanstieg. Bereits im Winter hat er ein Exposure im Energiebereich aufgebaut, das er bis heute im Portfolio hat.

Einen zweiten Schwerpunkt hat der Fonds derzeit im Staatsanleihenbereich. Zum einen setzt Schulte auf Anleihen aus Europas Peripherieländern. Sein Favorit ist Spanien. „Das Land hat ein überzeugendes Wachstum. Und die Chancen stehen gut, dass der Reformkurs fortgesetzt wird, wenn sich eine neue Regierung gebildet hat“, so der Fondsmanager. Zum anderen mag er Lokalwährungsanleihen aus den Emerging Markets – allerdings nicht aus allen: „Wir haben Anleihen aus Russland, Mexiko und Südafrika. Andere Länder wie etwa die Türkei meiden wir hingegen.“ Auch deutsche Staatsanleihen sind derzeit nicht im Portfolio.

5 Prozent Rendite mit strikten Risikolimits

Der Fonds will keine Benchmark schlagen, sondern hat ein absolutes Renditeziel von ca. 5 Prozent pro Jahr über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren. Das Risikomanagement spielt bei MainSky eine wichtige Rolle. Zentrales Element ist die Steuerung der Risikoauslastung. „Sie erfolgt über risikodiversifizierende Positionen und Absicherungsinstrumente wie Futures und Optionen beziehungsweise Kassehaltung“, erklärt Schulte. Der Value at Risk (VaR) soll in dem Fonds die 4-Prozent-Marke nicht übersteigen, bezogen auf einen Zeitraum von zehn Tagen bei einer Konfidenz von 99 Prozent. Die Volatilität soll langfristig unter 5 Prozent bleiben.

Bestes Jahr des Fonds war bislang 2014 mit einer Performance von über 10 Prozent. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte der Fonds ein Plus von rund 3,5 Prozent.


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