Fonds-Performance zerlegt „Das Jahr 2014 war ein Kuriosum“

Markus van de Weyer (links) und Carsten Vennemann von der Fondsboutique Gauly, Dittrich, van de Weyer Asset Management

Markus van de Weyer (links) und Carsten Vennemann von der Fondsboutique Gauly, Dittrich, van de Weyer Asset Management

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Gespräche mit zahlreichen Anlegern in den vergangenen Jahren haben uns bestätigt, dass die zur Verfügung stehenden Risikobudgets, nicht zuletzt aufgrund der gesunkenen Kapitalmarktzinsen, stetig geschrumpft sind. Gefordert ist daher weniger die Renditemaximierung, sondern die Erreichung von Performancezielen bei möglichst geringem Risiko.

Deshalb liegt der Fokus unseres Fonds Multi-Asset Global 5 (WKN: A1T6KW) auf einem stringenten Risikomanagement und auf der Streuung über Asset-Klassen, Sub-Asset-Klassen und Anlagestilen. Ziel ist ein jährlicher Ertrag von 5 Prozent über einen Investmentzyklus, bei möglichst geringer Volatilität. Gleichzeitig soll der Fonds negative Jahreserträge vermeiden.

Die Ertragserwartung des Fonds beruht auf zwei Standbeinen in den drei Clustern Aktien, Staatsanleihen sowie Spreads/Inflation, die risikoparitätisch investiert, aber nicht gehebelt werden. Im zehnjährigen Backtesting hat sich ungefähr ein Performance-Beitrag von zwei Dritteln für Sharpe-Ratio-Indikatoren und ein Drittel für den Momentum-Bereich ergeben.

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EXKURS: Marktentwicklungen der einzelnen Quartale 2014

Das 1. Quartal des Jahres 2014 war aus Aktienmarktsicht geprägt durch eine hohe Unsicherheit. Der Dax wechselte mehrfach die Richtung und verzeichnete zwei Kurskorrekturen in Höhe von minus 6,4 Prozent und minus 7,1 Prozent, jeweils gefolgt von entsprechend starken Erholungen. Kumuliert schloss der Dax das 1. Quartal unverändert ab.

Dieses trendfreie Kursverhalten bereitete dem Aktien-Cluster von ‚Multi-Asset Global 5’ Schwierigkeiten und war die Hauptursache für die einzige, wenn auch nur marginal, negative Quartalsperformance im Jahr 2014. Diese wurde jedoch gemildert durch eindeutige Signale innerhalb des Staatsanleihen-Clusters, in dem unsere Strategie durchgängig in deutschen und marktbreiten europäischen Anleihen investiert war und somit stetige Perfomance-Zugewinne verzeichnen konnte.

Das 2. Quartal startete mit einer weiteren Kurskorrektur: Der Dax verlor 5,4 Prozent zwischen dem 4. und 15. April. Daraufhin bewegten sich die Aktienmärkte zwar nach oben, ohne jedoch einen klaren Trend auszubilden.

Ein solcher bestand jedoch im 2. Quartal weiterhin im Staatsanleihen-Segment sowie innerhalb des Spreads-Clusters, speziell in Emerging Markets Bonds, von deren Aufwärtsbewegung der Fonds profitierte. Die Renditeaufschläge gegenüber den als sehr sicher empfundenen AAA-gerateten Staatsanleihen engten sich stetig weiter ein und sorgten für eine kontinuierliche Performance im Rentensegment.