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Investment Evolution Pariser Klimaabkommen: Die Herausforderungen auf Portfolioebene

Pariser Klimaabkommen: Die Herausforderungen auf Portfolioebene

Foto: M&G Investments

Was ist das Pariser Abkommen?

Der internationale Vertrag zum Klimawandel wurde im Dezember 2015 unterzeichnet. Damit wurde erstmals öffentlich anerkannt, dass der in den letzten Jahrzehnten beobachtete Temperaturanstieg auf vom Menschen verursachte CO2-Emissionen zurückzuführen ist.

Alle Unterzeichner des Pariser Abkommens sind Verpflichtungen eingegangen:

  • Den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
  • Den Anstieg möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, da dies die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels verringern würde.
  • Sicherstellen, dass die globalen Emissionen so schnell wie möglich ihren Höhepunkt überschritten haben.
  • Die Emissionen in der Folgezeit mit den besten verfügbaren Technologien verringern.

Die Unterzeichner müssen zudem nationale Klimaaktionspläne vorlegen. Darin müssen sie darlegen, wie sie die Emissionen reduzieren und zur Erreichung der Ziele des Abkommens beitragen werden. Alle fünf Jahre werden die Fortschritte überprüft, und die Pläne müssen aktualisiert werden.

Was bedeutet es für einen Fonds, „auf Paris ausgerichtet“ zu sein?

Klimaprobleme können sich erheblich auf die Finanzlage von Unternehmen auswirken: zum Beispiel durch materielle Risiken, verstärkte Regulierung oder öffentliche Widerstände. Aus diesem Grund berücksichtigen Anleger bei ihren Investitionsentscheidungen zunehmend auch Klimafragen. Einige Fonds sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Sie haben versucht, ihre Portfolios an den Zielen des Pariser Abkommens auszurichten.

 Dabei stehen ihnen verschiedene Wege offen. Eine Möglichkeit ist es, auf Portfolioebene einen Rahmen einzuführen. Die Fondsmanager müssen Emissionen der Unternehmen in ihrem Portfolio messen und die Fortschritte verfolgen. Dabei orientieren sie sich in der Regel an vorgegebenen jährlichen Reduktionszielen. Die EU-Benchmarks für „Paris-gerechte“ Fonds verlangen beispielsweise eine jährliche Emissionssenkung von 7 Prozent.

Alternativ können die Fondsmanager einen unternehmensspezifischen Ansatz wählen. Dabei werden einzelne Unternehmen danach ausgewählt, wie sie zum Pariser Abkommen beitragen. Sie können zum Beispiel Produktlösungen oder Dienstleistungen zur Verringerung von Emissionen anbieten. Oder sie können besonders hoch angesetzte Ziele für die Dekarbonisierung ihres Geschäftsbetriebs erreicht haben.

„Paris-gerecht“: Die Herausforderungen bei Ansätzen auf Portfolioebene 

Rahmenregelungen auf Portfolioebene können Anleger vor eine Reihe von Herausforderungen stellen. Letztlich könnten diese sogar Fortschritte bei der Verwirklichung der Paris-Ziele vereiteln. Das gilt besonders für die strengen Anforderungen an die jährliche Senkung der Emissionen: Anleger könnten sich dadurch mehr auf diese Kriterien als auf die realen Auswirkungen der Unternehmen konzentrieren. Einfach die Emissionen im Portfolio senken – das trägt nicht unbedingt zu weltweit sinkenden Emissionen insgesamt bei.

Nehmen Sie als Beispiel ein Unternehmen, das seine Emissionen senken möchte. Dieses wird wahrscheinlich nicht Jahr für Jahr eine gleichmäßige, lineare Verringerung erreichen. Stattdessen wird es zu Sprüngen kommen, wenn die Firma Veränderungen vornimmt. Etwa wenn sie auf erneuerbare Energien umstellt oder ein neues, effizienteres Verfahren einführt. Ist der Zeitpunkt ‚falsch‘ gewählt, könnte das Unternehmen aus dem Portfolio fliegen – bevor seine gute Arbeit Wirkung zeigt.

Darüber hinaus kann eine kleine Zahl von Unternehmen den Löwenanteil der Portfolio-Emissionen verursachen; denken Sie etwa an Firmen aus emissionsintensiven Branchen wie der verarbeitenden Industrie. Der Fondsmanager könnte versucht sein, seinen Anteil an diesen Unternehmen einfach zu verringern. Dies würde zwar die Emissionsdaten des Portfolios verbessern; in der Realität jedoch hätte diese Entscheidung keine Auswirkungen. Ebenso könnte der Fondsmanager diese Beteiligungen einfach gegen emissionsarme Unternehmen austauschen, etwa gegen Softwareanbieter.

Unser Ansatz

Wir halten einen unternehmensspezifischen Ansatz beim Portfolioaufbau für den effektivsten Weg, um zu den Zielen des Pariser Abkommens beizutragen. Bei der Auswahl von Unternehmen berücksichtigen wir verschiedene Aspekte: ihre eigenen Emissionen, ihre Schritte zur Verringerung dieser Emissionen und die Lösungsangebote, mit denen sie anderen beim Senken von Emissionen helfen. Damit können wir feststellen, wie ein Unternehmen zu den Zielen des Pariser Abkommens beiträgt; wie wir am besten mit ihm zusammenarbeiten können; und wie es von dem Dekarbonisierungstrend profitieren könnte, der unserer Einschätzung nach noch Jahrzehnte anhalten wird.

Als aktive Investoren kooperieren wir mit den Unternehmen, um Fortschritte zu erzielen. So ermutigen wir beispielsweise alle Firmen, wissenschaftlich fundierte Ziele für die Verringerung von Emissionen festzulegen. Diese berücksichtigen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie sich die Ziele des Pariser Abkommens erreichen lassen. Mit anderen Worten: Sie zeigen, dass sich ein Unternehmen dem Pariser Abkommen verpflichtet fühlt. 

Wir können Firmen auch dazu motivieren, ihre Umweltauswirkungen besser offenzulegen oder die Vergütung ihrer Führungskräfte an Klimakennzahlen zu orientieren. Die Fortschritte werden wir im Laufe der Zeit überprüfen. Denn wir wollen sicherstellen, dass sie auf dem richtigen Weg sind oder eventuelle Probleme anpacken.

Wir sind überzeugt: Mit diesem Ansatz können Anleger zur Verringerung von Emissionen beitragen. Und sie können helfen, die globale Erwärmung zu begrenzen – und damit letztlich auch die Ziele des Pariser Abkommens voranbringen.

Der Wert der Vermögenswerte des Fonds kann sowohl fallen als auch steigen. Dies führt dazu, dass der Wert Ihrer Anlage steigen und fallen wird, und Sie bekommen möglicherweise weniger zurück, als Sie ursprünglich investiert haben.

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