Folgen von Covid-19 Bei Sachwertanlagen wird es zu Fehlbewertungen kommen

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Seit der Finanzkrise 2008/2009 haben die Kapitalströme von institutionellen Anlegern in Private Debt ein Rekordniveau erreicht, da sich viele Banken aufgrund strengerer Vorschriften aus dem Sektor zurückzogen. Infolgedessen sind die Renditen der Anlageklasse erheblich gesunken, während das Risikoniveau aufgrund der zunehmenden Menge an Kapital, das immer weniger Transaktionen hinterherjagt, gestiegen ist. Nach Covid-19 könnten sich beachtliche Möglichkeiten ergeben, Immobilien- und Infrastrukturprojekte zu interessanteren Renditen zu finanzieren, wobei das Risiko gut kompensiert wird.

Kurzfristige Beeinträchtigungen könnten langfristigen Möglichkeiten weichen

Es liegt in der Natur von Virenausbrüchen wie Covid-19, dass es schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, ihr Ausmaß und ihre Dauer vorherzusagen. Die Pandemie richtet auf den Finanzmärkten auf verschiedene Weise verheerende Schäden an.

Der Schlüssel zu einem guten Portfoliomanagement besteht in Zeiten wie diesen nicht darin, das Unerwartete vorherzusagen, sondern sich darauf vorzubereiten. Bei Real Assets beinhaltet dieser Ansatz das Halten diversifizierter Portfolios aus hochwertigen Vermögenswerten und die Pflege starker Beziehungen zu Mietern, Darlehensnehmern und Partnern. Nicht beziehungsweise nur geringfügig gehebelte Aktienportfolios – die in einem risikofreudigeren Umfeld zwar konservativer erscheinen – bieten bei Konjunkturrückgängen jedoch die dringend erforderlichen defensiven Eigenschaften. 

Obwohl wir weitere Volatilität erwarten, werden sich neben den großen Herausforderungen aber zweifellos auch Chancen ergeben. Es ist wahrscheinlicher, dass es zu Fehlbewertungen kommt, weshalb die Anleger bereit sein sollten, zu handeln. Die Liquidität steht derzeit an erster Stelle. Die Diversifizierungsvorteile jedoch, die mit einer Allokation in qualitativ hochwertige Real Assets verbunden sind, werden bei der Bewältigung von Covid-19 ebenfalls entscheidend sein. Da die mittelfristige Zukunft der Weltwirtschaft unklar ist, wird es vorteilhaft sein, Vermögenswerte mit unterschiedlichen Risikofaktoren zu besitzen. Anleger können Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen einer eindeutigen wirtschaftlichen Notlage einzudämmen und schließlich umzukehren.


Über den Autor:
Chris Urwin leitet beim Asset Manager Aviva Investors das Forschungsteam, das die Erstellung von Immobilienprognosen und die Erstellung von Schlüsselstrategien und Forschungsberichten überwacht. Aviva Investors ist Teil des Lebensversicherers Aviva. Bevor Urwin im Jahr 2008 zu Aviva kam, arbeitete er für die US-amerikanische Immobiliengesellschaft CBRE. Dort war er als Senior-Analyst für die Analyse von Markttrends in gewerblichen Immobilienmärkten verantwortlich. 

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