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Fokus auf Liquidität Russische Unternehmensanleihen zeigen Stärke

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Stillstand im Transport- und Bausektor

Die Verlierer unter den russischen Branchen scheinen dagegen der Transportsektor und die Bauindustrie zu sein. So haben Transportunternehmen den dramatischsten Verfall der Bonitätskennzahlen erlebt. Besonders die nachlassende Nachfrage macht sich bei ihnen bemerkbar: Bezahlung in Rubel und in Devisen denominierte Schulden mit Laufzeiten bis 2017 schlagen negativ zu Buche. 2016 dürften mindestens zwei Unternehmen um Umschuldung bitten. Auch mit einer Erholung der Bauindustrie ist aktuell kaum zu rechnen – zumindest nicht innerhalb der nächsten 18 Monate. Der Gewerbebau ist zum Erliegen gekommen und der Wohnungsbau stagniert.

Vorteil durch starke markttechnische Nachfrage

Was die Bewertungen betrifft, so hat sich das russische Credit-Universum wieder auf das Niveau von vor der Krise verengt. Wir sind nach wie vor von der Attraktivität russischer Unternehmensanleihen überzeugt. Schaut man sich die Verschuldungskennzahlen an, so bietet die Öl- und Gasindustrie immer noch interessante Anlagechancen. Das gilt auch – in geringerem Maße – für bonitätsstarke Metall- und Bergbauunternehmen sowie die Telekommunikationsbranche. Insgesamt hilft hier die starke markttechnische Nachfrage: Aufgrund der Sanktionen ist das Neuemissionsangebot sehr begrenzt. Entsprechend lebhaft ist die Nachfrage vonseiten heimischer liquiditätsstarker Investoren. Diese Nachfragesituation dürfte vorerst noch anhalten, könnte aber über die nächsten 12 Monate abebben.