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Flossbach von Storch Warum Schubladendenken nichts bringt

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf der Bundespressekonferenz zur Frühjahrsprojektion der Bundesregierung: Gerade in Krisen zeigt sich bei vielen Unternehmen, ob ihre Geschäftsmodelle zukunftsfähig sind und die Qualität des Managements stimmt.  | © imago images / photothek

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf der Bundespressekonferenz zur Frühjahrsprojektion der Bundesregierung: Gerade in Krisen zeigt sich bei vielen Unternehmen, ob ihre Geschäftsmodelle zukunftsfähig sind und die Qualität des Managements stimmt. Foto: imago images / photothek

Viel ist dieser Tage von den negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für zahlreiche Wirtschaftszweige die Rede. Zweifellos wird es viele Verlierer der Corona-Krise geben. Aber es gibt auch Chancen. So gewinnt zum Beispiel die Digitalisierung massiv an Bedeutung und könnte einen neuen Wachstumsschub auslösen. Sie sorgt für Effizienzsteigerungen, trägt zum Klimaschutz bei und eröffnet neue Chancen für Unternehmen und Menschen. Auch andere Sektoren, wie Diagnostik, Medizintechnologie und Pharmazeutik, dürften langfristig profitieren.

Vorsicht vor dem Schubladendenken

Allerdings ist Vorsicht geboten: Denn die einfache Einteilung in Gewinner- und Verliererbranchen ist eben vor allen Dingen: einfach, oftmals zu einfach. Die Erfahrung zeigt, dass Börse so nicht funktioniert. Wer Flossbach von Storch kennt, weiß, dass wir immer vor solchem Schubladendenken warnen.

Wer das Anlageuniversum in Schubladen einteilt und dann pauschal die Lade aufzieht, auf der „Gewinner“ steht, dürfte so manche herbe Enttäuschung erleben. Denn auch in den vermuteten „Gewinner“-Branchen, wie zum Beispiel Technologie, Pharma und Diagnostik, gibt es viele Unternehmen, die nicht solide aufgestellt sind, die schlecht geführt werden oder die die aktuelle Situation nicht klug nutzen können. Ein Investment in derartige Unternehmen, selbst wenn sie aus der „Gewinner“-Branche stammen, erscheint nicht besonders sinnvoll.

Umgekehrt gilt das gleiche für die vermeintliche Verliererschublade, in die jetzt gerne Branchen wie Touristik, Gastronomie oder Luftfahrt gesteckt werden. Auch in dieser Schublade finden sich durchaus Unternehmen, die gewinnen, weil sie es verstehen, wegfallende Wettbewerber zu ersetzen und freiwerdende Kapazitäten zu nutzen. Solche Unternehmen dürften sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen – auch wenn sie sich in einer „Verlierer“-Branche wiederfinden.

Auf die Analyse kommt es an

Es zeigt sich erneut, dass es für ein erfolgreiches Investment nicht auf Schubladendenken ankommt; nicht darauf, bestimmte Länder, Branchen oder Regionen in der Krise zu meiden oder zu bevorzugen. Vielmehr kommt es auf eine saubere Analyse an: Gerade in Krisen zeigt sich bei vielen Unternehmen, ob ihre Geschäftsmodelle zukunftsfähig sind, ob die Bilanzen solide sind und die Qualität des Managements stimmt. Als Investor kann das aber nur nutzen, wer auch eine entsprechende langfristige Analyse der einzelnen Unternehmen vorgenommen hat.

Geldanlage bleibt ein mittel- bis langfristiges Projekt. Wer jetzt auf Tiefstkurse oder vermeintliche Gewinner- und Verliererbranchen blickt, der spekuliert. Im besten Fall. Mit solidem Investment hat das unseres Erachtens nichts zu tun.

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