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Globale Investmentthemen und Emerging Markets

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Fixed Income Hoffnung auf ein neues Miteinander

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (v.l.): Die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen werden es der Wirtschaft ermöglichen, sich nach der Krise rasch wieder zu erholen. | © imago images / Belga

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (v.l.): Die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen werden es der Wirtschaft ermöglichen, sich nach der Krise rasch wieder zu erholen. Foto: imago images / Belga

Die Finanzmärkte sind von extremer Volatilität geprägt. Die europäischen Rentenmärkte können sich dem allgemeinen Drawdown nicht entziehen. Auch Staatsanleihen, die eigentlich als sicherer Hafen gelten, sind unter Beschuss geraten.

Geld- und Fiskalpolitik sorgt für Stabilität

Vor diesem Hintergrund ist das jüngst verabschiedete Pandemie-Notkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) in Höhe von 750 Milliarden Euro genau das, was angesichts der Verwerfungen an den europäischen Anleihemärkten nötig ist. Das angekündigte neue Quantitative-Easing-Programm beläuft sich auf insgesamt 870 Milliarden Euro, was zur Beruhigung der Märkte für Staatsanleihen ausreichen dürfte. Die rasche Hilfe sollte sich vor allem für die Schuldner Italien, Spanien und Griechenland als vorteilhaft erweisen – aber auch die Spreads anderer europäischer Staatsanleihen dürften dadurch zurückgehen. Insgesamt dürfte das Programm zur quantitativen Lockerung die Krisenbewältigung in der Eurozone sehr unterstützen.

Wir gehen davon aus, dass die Politik äußerst akkommodierend bleibt und die EZB den Märkten weiterhin beispringt: Nicht zuletzt, weil die EU-Mitgliedsstaaten fiskalische Lockerungen beabsichtigen; eine Maßnahme, die zu den Hauptforderungen der EZB-Chefin Christine Lagarde an die EU-Staaten, insbesondere Deutschland, zählt. 

Flexibilität ist das Gebot der Stunde

Allerdings halten wir das 65-Milliarden-Euro-Paket der EU-Kommission, das die Liquidität der Unternehmen unterstützen soll, für die Eurozone zu gering. Es ist zu erwarten, dass noch weitere Pakete auf den Weg gebracht werden müssen. Die EU wird jedoch Flexibilität für den Stabilitäts- und Wachstumspakt zulassen, um den Regierungen Spielraum für fiskalische Antworten auf die Pandemie in Europa zu geben. So sind einzelne Länder, dem Wunsch der EU-Kommission entsprechend, bereits dabei, Maßnahmen zu ergreifen: Deutschland lockert seine Schwarze-null-Politik und verfolgt eine Strategie des „Wir tun, was immer nötig ist“. Die Förderbank KfW soll in diesem Zusammenhang den von der Krise betroffenen Unternehmen in Deutschland unbegrenzte Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Paket beläuft sich derzeit auf rund 460 Milliarden Euro, könnte aber bis zu 550 Milliarden Euro betragen – was rund 15 Prozent des deutschen BIP entspricht.

Spanien und Frankreich haben Hilfspakete von 200 beziehungsweise 300 Milliarden Euro angekündigt. Italien hat bislang nur ein vergleichsweise kleines Paket geschnürt, aber es ist zu erwarten, dass wir bald ein größeres, umfassenderes Paket sehen.