Fintech-Übernahme Französische BPCE Gruppe schluckt Fidor Bank

Bleibt Vorstand und Shareholder der Fidor Bank: Gründer Matthias Kröner

Bleibt Vorstand und Shareholder der Fidor Bank: Gründer Matthias Kröner

Frankreichs zweitgrößte Bankengruppe BPCE kauft das Münchner Fintech Fidor Bank. Die Aktionärsvereinbarung sieht vor, dass die Fidor Gruppe auch in Zukunft eigenständig agiert. Kartellamt und Aufsichtsbehörden müssen den Deal noch genehmigen.

Die Finanzbasis werde durch die Transaktion nachhaltig gestärkt, hieß es. Mit dem frischen Geld will die Fidor Bank nach eigenem Bekunden ihr digitales Produktangebot ausbauen und auf dem europäischen Markt wachsen. Dabei werde sich die Direktbank weiter auf Privatkunden sowie kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren.

Nachhaltige Stärkung der Finanzkraft

Ein wesentlicher Schwerpunkt soll darüber hinaus die Weiterentwicklung des selbst entwickelten Fidor Operating Systems sein. Diese strategische Plattform für digitales Banking wird Banken und Nicht-Banken weltweit angeboten.

„Oberste Zielsetzung der Transaktion ist natürlich die nachhaltige Stärkung der Finanzkraft unserer Gruppe“, sagt Matthias Kröner, Vorstand der Fidor Bank, der weiter im Amt und Shareholder der Gesellschaft bleibt.

Ende der Start-up-Phase

Man schließe die Start-up-Phase nun endgültig ab und werde zu einem Growth-Unternehmen, so Kröner. „Dank der Groupe BPCE verfügen wir darüber hinaus jetzt über einen Partner der zu den Top 10 Banken Europas gehört. All dies hebt die Fidor Gruppe auf ein völlig neues Level.“ François Pérol, Vorstand der BPCE Gruppe, sprach von einem Meilenstein auf dem Weg der digitalen Transformation seines Hauses.

Die BPCE Gruppe ist mit rund 35 Millionen Kunden und über 108.000 Mitarbeitern als Genossenschaftsbank vergleichbar mit den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Die Gruppe besteht aus 18 Genossenschaftsbanken der Banque Populaire und 17 Banken der Caisses d´Epargne.