World Wealth Report 2012: Öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter?

Jährlich führt Capgemini mit dem World Wealth Report eine Auflistung der reichsten Regionen und des in ihnen gesammelten Vermögens durch. Für 2012 holte sich der Serviceprovider Unterstützung von RBC Wealth Management, der Vermögensverwaltung der Royal Bank of Canada. Das Ergebnis des Reports ist zweischneidig: Einerseits gibt es weltweit mehr vermögende Privatanleger, andererseits nahm das gesammelte Privatvermögen zum ersten Mal seit 2008 ab.

Zwar fiel das Gesamtvermögen der HNWIs nur um 1,7 Prozent auf 42 Billionen Dollar, wohingegen es 2008 um ganze 19,5 Prozent fiel, doch trieben die Unsicherheiten die Investoren in vermeintlich sicherere Anlagen. Die Vorlieben der Investoren verlagerten sich dementsprechend von Rohstoffen und Unternehmensanteilen auf festverzinsliche Anlagen, wie US-Staatsanleihen.

Als „vermögende Privatanleger“ oder „High Net Worth Individuals“ (HNWI) bezeichnet der World Wealth Report Personen, die über eine Million Dollar anlagefähiges Vermögen haben, wobei selbst genutzte Immobilien und Sammlungen ausgeschlossen sind.

Die Zahl der HNWIs stieg im vergangenen Jahr leicht um 0,8 Prozent auf 11 Millionen. Besonders großen Zuwachs an Reichen gab es in der Region Asien/Pazifik. Dort stieg die Zahl der Vermögenden um 1,6 Prozent auf 3,37 Millionen. Damit leben in der Region mittlerweile die meisten Millionäre. Auf Platz zwei folgt Nordamerika mit 3,35 Millionen. Das größte Vermögen ist mit 11,4 Billionen aber auch weiterhin in Nordamerika gebunkert.

Die USA ist das Land mit den meisten Millionären, gefolgt von Japan und Deutschland. Die Zahl der HNWIs stieg in Deutschland von 923.900 auf 951.200 um 3 Prozent. Zusammen beherbergen die drei führenden Nationen 53,3 Prozent aller HNWIs.

Während die Zahl der HNWIs stieg, fiel der Zahl an Ultra-HNWIs um 2,5 Prozent. Als Ultra-HNWIs gelten Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens 30 Millionen Dollar verfügen. Auch ihr Gesamtvermögen fiel um 4,9 Prozent.