Feri-Analyse Immobilienfonds machen mehr als die Hälfte der zugelassenen AIFs aus

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) hat 2014 insgesamt 30 Alternative Investmentfonds (AIF) nach Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zum Vertrieb zugelassen. Das geht aus der aktuellen Aufstellung von Feri Euro Rating Services hervor. Demnach erhoffen sich die Emissionshäuser die größten Gewinne vom Betongold. Mehr als die Hälfte der Publikumsfonds (16) sind Immobilien-AIFs. Insgesamt rechnen die Anbieter dieser Assetklasse mit einem prospektierten Eigenkapital von 617,3 Millionen Euro. Mehr als ein Drittel der Summe bringt allein der neue Fonds von Jamestown, der Jamestown 29, mit (212,9 Millionen Euro).

Zweitstärkste Assetklasse sind Flugzeuge. Im vergangenen Jahr ließ die Bafin drei neue AIFs zu. Die vereinen ein geplantes Eigenkapital von 249,81 Millionen Euro auf sich und stellen damit fast ein Viertel der Gesamtsumme 2014. Die zwei Erneuerbare-Energien- (54,83 Millionen Euro), drei Private-Equity- (99,60 Millionen Euro) und zwei Spezialitäten-Fonds (57,75 Millionen Euro) fallen entsprechend ihres prospektierten Eigenkapitals eher weniger ins Gewicht. Insgesamt rechnen die Anbieter mit einem Fondsvolumen von 1,77 Milliarden Euro, das prospektierte Eigenkapital liegt bei 1,08 Milliarden Euro.

47 Fonds hat die Bafin im vergangenen Jahr nach Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) gestattet, sie konnten also ihren Vertrieb starten. Insgesamt waren es aber deutlich weniger als im Jahr zuvor. 2013 kamen noch 135 Fonds mit einem Schwerpunkt in Erneuerbare Energien (58) auf den Markt. 2014 gibt es gerade mal noch 38, wobei auch hier die New-Energy-Fonds von der Anzahl her das Gros stellen (28). Gering ist dagegen ihr Anteil an dem geplanten Eigenkapital: Nur 142 der insgesamt 431,6 Millionen Euro entfallen auf sie. Mehr Kapital peilen die vier Immobilienfonds zusammen an (172,3 Millionen Euro). Der Fonds, der das größte Eigenkapital ansteuert, ist der US-Immobilienfonds TSO-DNL Active Property (107 Millionen Euro). Insgesamt sank das erwartete Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 88 Prozent.