Goldpreis reagiert Trump schlägt Kevin Warsh als Nachfolger der US-Notenbank vor

Kevin Warsh war wirtschaftspolitischer Berater der Busch-Regierung.

Kevin Warsh könnte der kommende Fed-Chef werden. Bildquelle: Imago

Donald Trump nominiert den ehemaligen Investmentbanker Kevin Warsh für den Posten als Leiter der US-Notenbank Fed. Die Amtszeit des amtierenden Chefs Jerome Powell läuft im Mai aus. In Folge von Trumps Vorschlag fiel der Goldpreis um 5 Prozent. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Nominierung den Finanzsektor beruhigt – zumindest vorläufig. Die Hoffnung: Warsh gilt nicht als meinungsloser Trump-Loyalist. Demetsprechend wird er sich, so die Hoffnung, die Zinspolitik voraussichtlich nicht einfach aus dem Weißen Haus diktieren lassen. Der US-Senat hat Trumps Vorschlag allerdings noch nicht bestätigt. 

In den vergangenen Monaten kritisierte der 55-jährige Warsh zwar die konservative Zinspolitik der Fed unter Powell und stellte sich damit auf eine Stufe mit Trumps Forderungen nach Zinssenkungen. 2006 jedoch, forderte der Jurist als Mitglied des Zentralbankrats eine restriktivere Geldpolitik und äußerte sich kritisch über umfangreiche Anleihekäufe. Unterm Strich verfechtet Warsh eine schlankere Bilanz der US-Notenbank statt höherer Zinsen. Sein Ziel sei also immer, eine geringe Inflation und nicht einfach nur niedrige Zinsen. Ihm wird auch deshalb – Stand jetzt – zugetraut, die Autonomie der Fed verteidigen können.

 

Warsh wurde in Albany, New York, geboren. Er studierte Ökonomie und Statistik an der Stanford Universität und absolvierte ein Jurastudium in Harvard. 1995 begann Warsh seine Karriere bei dem US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley. Dort arbeitete er sich in sieben Jahren zum Vizepräsident für Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions) hoch. 

Jane Lauder ist die Ehefrau
von Kevin Warsh I Bildquelle: Imago 

2002 verließ Warsh Morgan Stanley und wurde wirtschaftspolitischer Berater für Präsident George Bush. Seine Kernthemen waren Kapitalmärkte, Banken und Versicherungen. Bush berief ihn 2006 in den Zentralbankrat. Dort thematisierte er die große Rezession von 2007 bis 2009 und trat als Vertreter gegenüber den G20-Staaten auf. Er plädierte gegen eine expansive Geldpolitik, um die Inflation zu verhindern und Finanzstabilität zu sichern.

Im Jahr 2011 schied Warsh aus der Fed aus. Seitdem arbeitet er als Dozent an der Stanford Graduate School of Business und als öffentlicher Kommentator der Geldpolitik. 

Auch privat gehört Warsh zur Elite. Seit 2002 ist er mit Estée-Lauder-Erbin Jane Lauder verheiratet. Ihr Vater, Chef des milliardenschweren Beauty-Konzerns, ist laut dem Nachrichtenportal AP News ein großer Sponsor der republikanischen Partei. Beide haben zwei gemeinsame Kinder. Warshs eigenes Vermögen wird auf einen höheren einstelligen Betrag in US-Dollar geschätzt.

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