Studie Family Offices erwarten steigenden Goldpreis

In den nächsten zwei Jahren erwarten Family Offices einen Anstieg des Goldpreises. | © Bayerisches Finanz Zentrum/Complementa Investment-Controlling

In den nächsten zwei Jahren erwarten Family Offices einen Anstieg des Goldpreises. Foto: Bayerisches Finanz Zentrum/Complementa Investment-Controlling

Family Offices rechnen in den nächsten zwei Jahren mit höheren Preisen für Gold, das zeigt die Studie „Family Office − Mythos mit Zukunft“. Hierfür betrachtete das Bayerische Finanz Zentrum gemeinsam mit Complementa Investment-Controlling 2013 zum dritten Mal das Leistungsspektrum, das Anlageverhalten und die Anlagestrategie von Family Offices.



Demnach erwarten 51 Prozent steigende Preise bei dem Edelmetall, während 28 Prozent keine Veränderung und 9 Prozent einen Rückgang sehen. Bei Silber und Platin erwarten sie stabile Preise. Einen Rückgang vermuten sie am ehesten bei Öl (16 Prozent).



Aktien schätzen die befragten Family Offices für die nächsten zwei Jahre gut ein: Vor allem beim SMI und Dax sehen sie Luft nach oben. So erwarten 72 Prozent bei beiden Aktienindizes einen Kursanstieg. Auch der Dow Jones soll noch in die Höhe gehen (63 Prozent). Den britischen FTSE hingegen betrachten die befragten Offices kritischer: 52 Prozent rechnen mit einem Kursanstieg, während 13 Prozent eine Talfahrt erwarten. Auch beim Nikkei 225 sind sie verhaltener: Bei dem japanischen Aktienindex sind lediglich 44 Prozent optimistisch, während 13 Prozent mit einem Kursrückgang rechnen.



Was Währungen betrifft, erwarten 60 Prozent der Family Offices in den kommenden zwei Jahren einen stärkeren US-Dollar. Schweizer Franken und Britisches Pfund sieht lediglich knapp ein Viertel stark gegenüber dem Euro. 44 Prozent beziehungsweise 45 Prozent erwarten keine Veränderung und etwa jedes fünfte Office meint, dass die Währungen sich schwächer entwickeln werden. Japan landet auf dem hintersten Rang: Gut ein Drittel der Offices erwartet einen schwachen Yen.



Düster sehen die befragten Family Offices die Zinsentwicklung in der Eurozone: Fast jeder Zweite erwartet hier nichts Neues. 15 Prozent rechnen sogar mit noch tieferen Zinsen, während 31 Prozent vom Gegenteil ausgehen. Japan zieht mit der Schweiz gleich: Fast zwei Drittel rechnet in den beiden Ländern mit gleichbleibenden Zinsen, während etwa ein Drittel einen Anstieg erwartet. Am besten schneiden die USA ab: 60 Prozent der Offices vermuten, dass die Zinsen hier steigen werden.