Globale Studie Warum Family Offices in Kryptos investieren – und warum nicht

Graffiti mit dem Logo der Kryptowährung Bitcoin in München

Graffiti mit dem Logo der Kryptowährung Bitcoin in München: Fast jedes vierte Family Office weltweit investiert laut einer neuen Studie in digitale Vermögenswerte. Foto: imago images/ZUMA Wire

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Jüngst wurde bekannt, dass Anwälte bei der bankrotten Kryptobörse FTX Vermögenswerte in Höhe von fünf Milliarden Dollar entdeckt haben. Für Kunden und Gläubiger ist das ein kleiner Hoffnungsschimmer – der Imageschaden, den der Crash der Kryptowährungs-Plattform der gesamten Anlageklasse bescherte, bleibt dennoch enorm. Dabei hat das Interesse von professionellen Investoren an Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch Family Offices zeigten sich dagegen nicht immun, wie eine Studie der global tätigen Wirtschaftskanzlei Dentons zeigt.

Lager der Family Offices ist bei Kryptos & Co. gespalten

Aus dem im Januar veröffentlichten Report geht hervor, dass weltweit inzwischen fast jedes vierte Family Office (23 Prozent) in Kryptowährungen und/oder digitale Vermögenswerte investiert. Weitere 30 Prozent planen entweder eine Investition in den nächsten zwölf Monaten oder nehmen eine abwartende Haltung ein. Doch das Lager ist gespalten: Knapp die Hälfte (47 Prozent) beabsichtigt nicht, in Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte zu investieren.

Nach Regionen betrachtet investieren Family Offices im Nahen Osten (35 Prozent) und in Nordamerika (30 Prozent) am ehesten in Kryptowährungen, während lateinamerikanische Unternehmen (75 Prozent) am seltensten in diesen Bereich investieren.

DIe Beweggründe für Investments in die verschiedenen digitalen Vermögenswerte sind vielfältig. Der am häufigsten genannte Grund ist global betrachtet das Potenzial überdurchschnittlicher Gewinne (58 Prozent), vor der Diversifizierung von traditionellen Vermögenswerten (52 Prozent) sowie der Nutzung eines aufstrebenden Marktes (49 Prozent).

„Viele Investoren argumentieren, dass die Blockchain-Technologie die nächste Grundlagentechnologie ist, die neue Geschäftsmodelle hervorbringt, die wir uns heute noch nicht vorstellen können“, sagt Joe Guagliardo, Partner bei Dentons. „Grundlegend, sind Investitionen in diesem Bereich Investitionen in die zugrundeliegende Technologie. Sorgfältige Due-Diligence-Prüfung und eine langfristige Vision sind dabei entscheidend.“

 

 

Auf die Frage nach den Gründen, die Family Offices an Investitionen in Kryptos und Co. hindern, nennen die meisten Befragten den Mangel an regulatorischer Aufsicht und Regulierung (61 Prozent). Bedenken über Betrug und Sicherheit (55 Prozent) sowie eine hohe Volatilität (54 Prozent) sind ebenfalls wichtige Faktoren, die von Krypto-Investments abhalten.

Die Studie stellt zudem signifikante Unterschiede zwischen Familienmitgliedern und familienfremden Mitarbeitern zu diesem Thema fest. So befürchten Familienangehörige eher einen massiven Wertverlust, den fast die Hälfte (46 Prozent) gegenüber 35 Prozent der familienfremden Mitarbeiter des Family Offices angeben. Familienmitglieder stören sich vor allem daran, dass es keinen gefestigten Track-Record für Kryptowährungen gibt. Für familienfremde Mitarbeiter des Family Offices sind neben einem Mangel an Forschung und Beratung vor allem die fehlende behördliche Aufsicht die größten Hindernisse für Investitionen in Krypto-Anlagen – die FTX-Pleite dürfte diese Vorbehalte nicht reduziert haben.

Den kompletten Bericht von Dentons finden Sie hier.

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