Marcus Keller leitet seit dem 1. Juli 2026 das Aktuariat der Evangelischen Zusatzversorgungskasse, kurz EZVK. Zum selben Zeitpunkt bestellte ihn der Aufsichtsrat zum Verantwortlichen Aktuar der Darmstädter Kasse.
Die Funktion ist im Versicherungsaufsichtsgesetz geregelt. Der Verantwortliche Aktuar prüft, ob eine Kasse ihre eingegangenen Verpflichtungen dauerhaft erfüllen kann. Bei der EZVK betrifft das ein Kapitalanlagevermögen von mehr als 13 Milliarden Euro und rund 880.000 Versicherte. Angeschlossen sind etwa 6.400 Arbeitgeber, darunter Krankenhäuser, Kindergärten, Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen. Die Kasse ist eine kirchliche Anstalt des öffentlichen Rechts und beschäftigt mehr als 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Vorgänger wechselt zur Pensionskasse Rundfunk
Keller folgt auf Stephan Mattes, der die Funktion mehr als sechs Jahre ausübte. Mattes wechselte zum 1. Juli 2026 in den Vorstand der Pensionskasse Rundfunk. Die EZVK besetzte die Position übergangslos nach.
Keller ist promovierter Physiker und Aktuar DAV. Er arbeitet seit mehr als 25 Jahren in der Versicherungsmathematik, unter anderem bei internationalen Versicherungskonzernen. Zuletzt war er Verantwortlicher Aktuar bei ACM Deutschland, wo er das Aktuariat aufbaute und die Lebensversicherungsprodukte betreute. Im Vorstand der EZVK verantwortet Georg von Hinüber die Versicherungsmathematik.