Exportfinanzierung und mehr Prime Capital legt Dachfonds für Kreditstrategien auf

Kräne stehen am Hamburger Hafen bereit, Fracht zu verladen: Prime Capital hat einen Dachfonds entwickelt, mit den Anleger in die Exportfinanzierung und andere Kreditstrategien investieren können.  | © imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer

Kräne stehen am Hamburger Hafen bereit, Fracht zu verladen: Prime Capital hat einen Dachfonds entwickelt, mit den Anleger in die Exportfinanzierung und andere Kreditstrategien investieren können. Foto: imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer

Der Frankfurter Asset Manager Prime Capital hat einen neuen Dachfonds für Kredit-Nischenstrategien entwickelt und vertreibt diesen nun an institutionelle Anleger. Der Name des Dachfonds lautet PCAM Liquid Alternative Credit.

Prime Capital bündelt darin sogenannte alternative Kreditstrategien. Dazu zählt zum Beispiel die Handels- oder auch Exportfinanzierung. Ferner können die Anleger mit dem neuen Fonds in das Geschäft mit der Brückenfinanzierungen für Immobilien einsteigen – klassisches Bankgeschäft, das beispielsweise für Versicherungen angesichts der Zinsarmut bei Staats- und Unternehmensanleihen seit einiger Zeit als alternative Anlageklasse an Bedeutung gewinnt. 

Der Dachfonds soll sich an 15 bis 20 Fonds beteiligen

Die Manager des neuen Dachfonds investieren nicht selbst in Handelskredite, sondern überlassen dieses Geschäft spezialisierten Fondsmanagern. Prime Capital bündelt in dem neuen Dachfonds, der bei seinem Start mit 30 Millionen US-Dollar Anlagekapital ausgestattet ist, Beteiligungen an 15 bis 20 Fonds. Das Geld der Anleger soll dabei zu etwa gleichen Teilen in Kreditfonds fließen, die in Nordamerika, Europa und der übrigen Welt Geschäfte betreiben. 

Tilo Wendorff leitet seit Jahresbeginn 2019 den Absolute-Return-Bereich von Prime Capital. Er stellt alternative Kreditstrategien in eine Reihe mit Hedgefonds und streicht dabei ihre Vorteile heraus. Sie böten eine vorteilhafte Liquidität gegenüber anderen Investitionsformen im Private-Debt-Bereich, sagt Wendorff und fährt fort: „Zudem bieten sie ein hohes Maß an materiellen Sicherheiten.“ Gleichzeitig räumt der Experte ein, dass die Strategien meist komplex seien. Das führe zu höheren Rendite-Erwartungen für die Geldgeber. „Die einzelnen Fonds bedürfen daher einer sehr gezielten sorgfältig abgestimmten Auswahl.“ 

Nach Einschätzung von Prime-Capital-Vorstand und -Investmentchef (CIO) Werner Goricki bietet der Dachfonds institutionellen Anlegern „einen effizienten Zugang zu einem breiten und robusten Strategie-Mix mit klaren Renditezielen.“ Er ermögliche Zugang zu hochspezialisierten Nischen-Managern und Strategien, in die „man sonst nur schwer investieren könnte“. Prime Capital peilt bei dem Dachfonds eine jährliche Nettorendite von 7 bis 9 Prozent an. Mit Blick auf die Risikoseite stapeln die Frankfurter tief. Sie erwarten eine Volatilität von lediglich zirka 2 Prozent.

Für die Verwaltung des Fonds, der nach Luxemburger Recht aufgelegt wurde, verlangt Prime Capital eine jährliche Gebühr (Management Fee) von 50 Basispunkte. Zudem erheben die Hessen vom Anlageerfolg abhängige Gebühren (Performance Fee).