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Robert Kubin übernimmt zum 1. Dezember 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung der Erste Asset Management. Die Generalversammlung der Gesellschaft hat ihn laut Pressemitteilung in die Funktion bestellt. Die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden steht noch aus. Kubin folgt auf Heinz Bednar, der das Unternehmen seit 2006 geführt hat und in den Ruhestand tritt.
Bednar bleibt dem Haus über den Wechsel hinaus verbunden: Nach der Übergabe der Geschäftsführung steht er der Erste Asset Management bis zum Beginn seines Ruhestands Ende August 2027 beratend zur Seite. Damit solle laut Mitteilung ein geordneter Übergang gewährleistet werden.
Kubin kommt von Amundi, wo er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vertriebsleiter für Zentraleuropa tätig ist. In dieser Rolle verantwortet er die Vertriebsaktivitäten des Konzerns in der Region und wirkt an der Steuerung der Bereiche Produktmanagement, Investments, Operations, Finanzen, Recht und Compliance mit. Zuvor war er unter anderem Vorstandsvorsitzender (CEO) von PZU Asset Management in Warschau sowie Anlagechef (Chief Investment Officer) für Zentral- und Osteuropa bei Metlife.
Laut Pressemitteilung bringt er mehr als 25 Jahre Erfahrung in Führungspositionen der Vermögensverwaltung, der Versicherungswirtschaft und im Finanz-
dienstleistungsgeschäft mit. Seine Laufbahn führte ihn unter anderem nach Großbritannien, in die USA, nach Tschechien, Polen, in die Slowakei und nach Indien.
Sein Vorgänger stand rund zwei Jahrzehnte an der Spitze der Gesellschaft. Seit 2007 ist Bednar zudem Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Er studierte Volkswirtschaft an der Universität Wien und hatte zuvor Führungsfunktionen in den Bereichen Research, Investment Banking und Finanzdienstleistungen inne. Unter seiner Leitung wuchs auch das Geschäft mit nachhaltigen Strategien. Erst im vergangenen Jahr übernahm die Erste Asset Management den Wiener Anbieter Impact Asset Management.
Die Erste Asset Management gehört zur Erste Group, einer der größten Bankengruppen Zentraleuropas. An Standorten in Österreich, Deutschland, Kroatien, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn kommt sie auf ein verwaltetes Vermögen von 111,7 Milliarden Euro (Stand: 30. Juni 2026). In Österreich, der Slowakei und Rumänien ist sie nach eigenen Angaben Marktführer, in Tschechien, Ungarn und Kroatien zählt sie zu den größten Anbietern. Im institutionellen Geschäft in Deutschland verweist das Unternehmen auf eine gefestigte Marktstellung.
„Robert Kubin verfügt über ein tiefes Verständnis unserer Region“, sagt Peter Bosek, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Erste Group. Dem scheidenden Bednar dankte er laut Pressemitteilung für dessen Beitrag; unter dessen Leitung habe die Gesellschaft die Schwelle von 100 Milliarden Euro verwalteten Vermögens überschritten.