Private Equity ist derzeit der Wachstumstreiber im US-Markt für Evergreen-Fonds. Laut dem aktuellen „US Evergreen Fund Landscape“-Report von Pitchbook und Morningstar hat sich das Volumen von Private-Equity-Evergreens innerhalb von eineinhalb Jahren verdoppelt. Kreditfonds verzeichnen in diesem Jahr dagegen Abflüsse.
Der Gesamtmarkt kommt inzwischen auf 653,2 Milliarden US-Dollar. Über alle Strategien hinweg lag der Nettoinventarwert der Evergreen-Fonds laut dem am 25. September 2026 veröffentlichten Report vor einem Jahr erst bei 600,8 Milliarden US-Dollar, 2022 sogar nur bei 277,3 Milliarden US-Dollar. Das Tempo lässt allerdings nach: Der jüngste Zuwachs liegt rechnerisch bei rund 8,7 Prozent, im Vorjahr waren es noch gut 35 Prozent.
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Private Equity ist derzeit der Wachstumstreiber im US-Markt für Evergreen-Fonds. Laut dem aktuellen „US Evergreen Fund Landscape“-Report von Pitchbook und Morningstar hat sich das Volumen von Private-Equity-Evergreens innerhalb von eineinhalb Jahren verdoppelt. Kreditfonds verzeichnen in diesem Jahr dagegen Abflüsse.
Der Gesamtmarkt kommt inzwischen auf 653,2 Milliarden US-Dollar. Über alle Strategien hinweg lag der Nettoinventarwert der Evergreen-Fonds laut dem am 25. September 2026 veröffentlichten Report vor einem Jahr erst bei 600,8 Milliarden US-Dollar, 2022 sogar nur bei 277,3 Milliarden US-Dollar. Das Tempo lässt allerdings nach: Der jüngste Zuwachs liegt rechnerisch bei rund 8,7 Prozent, im Vorjahr waren es noch gut 35 Prozent.
Wie groß der Markt für Evergreen-Fonds wirklich ist
Evergreen-Fonds sind Privatmarktvehikel ohne feste Laufzeit, die regelmäßig Anteile zurücknehmen. Trotz der Milliardenbeträge machen sie laut dem Report aber weiterhin nur einen kleinen Teil des Private-Capital-Markts aus. Eine Vorstellung von den Größenordnungen geben globale Zahlen, auch wenn sie nicht direkt mit dem US-Markt vergleichbar sind: Allein das weltweit in Private Equity verwaltete Vermögen beziffert der Datenanbieter Preqin laut einer Analyse von Goldman Sachs auf 10,5 Billionen US-Dollar (Stand: Juni 2025). Für Private Credit hatte Moody's Anfang 2026 prognostiziert, dass das weltweit verwaltete Vermögen noch in diesem Jahr die Marke von 2 Billionen US-Dollar überschreitet.
Drawdown-Fonds: Fundraising unter Druck
Den Autoren zufolge ist das Wachstum der Evergreen-Fonds dennoch ein positives Signal für die Branche. Das weltweite Fundraising bei klassischen Drawdown-Fonds, die zugesagtes Kapital erst nach und nach abrufen, ist laut Pitchbook seit fünf Jahren in Folge rückläufig.
Globale Zahlen von Preqin bestätigen das angespannte Umfeld. Im ersten Quartal 2026 sammelten Private-Equity-Fonds weltweit 132 Milliarden Euro ein, 10 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Nur 245 Fonds schlossen ihr Fundraising ab, rund halb so viele wie im Quartalsdurchschnitt der Jahre 2021 bis 2025. Auf Nordamerika entfiel mit 84 Milliarden US-Dollar mehr als 60 Prozent des Volumens, die Region prägt die globale Entwicklung also maßgeblich.
KI-Effekt: Mehr Investitionen in Venture Capital
Laut der Daten des neuen Berichts legte Venture Capital prozentual noch stärker als Private Equity zu. Das Volumen der VC-Evergreens stieg laut dem Report von rund 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar. Als Treiber nennen die Autoren frisches Kapital und Wertsteigerungen bei Beteiligungen mit KI- und Technologiebezug.
Nach Fondsstruktur zeigt sich ein deutlich gemischtes Bild:
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Tender-Offer-Fonds, die über Rückkaufangebote selbst entscheiden, haben ihr Volumen seit 2022 nahezu verdreifacht. In dieser Kategorie dominiert Private Equity. Interval-Fonds, die zu festen Rücknahmen in regelmäßigen Abständen verpflichtet sind, konnten laut Bericht um 140 Prozent wachsen.
Business Development Companies (BDCs), die vor allem Kredite an mittelständische Unternehmen vergeben, haben das Wachstum der vergangenen Jahre lange getragen. Ihr Volumen hat sich seit 2022 mehr als verdreifacht, stagniert in der jüngsten Erhebung aber erstmals. BDCs investieren fast ausschließlich über Direktkredite (Direct Lending), ohne eine Bank zwischenzuschalten. Die Abflüsse aus Private Credit schlagen sich bei ihnen deshalb unmittelbar nieder.
Nicht börsennotierte REITs waren 2022 noch die größte Gruppe. Seitdem treten sie weitgehend auf der Stelle. Stark zugelegt haben Non-40-Act-Fonds, die nicht nach dem US-Fondsgesetz Investment Company Act registriert sind, deshalb weniger strengen Vorgaben unterliegen und nur vermögenden Anlegern offenstehen.
Private Credit: Abflüsse als Stresstest
Private-Credit-Evergreens verzeichnen laut dem Report seit Ende 2025 Abflüsse. Einige Fonds bedienen Rücknahmewünsche weiterhin nur anteilig, weil die Anträge die Rücknahmequote übersteigen. Anfang 2026 hatte die Berichterstattung darüber den Autoren zufolge noch nach einem Krisenszenario geklungen. Pitchbook und Morningstar sehen darin nach eigenen Angaben „den ersten (und unvermeidlichen) Stresstest für Evergreen-Fonds“. Inzwischen habe die Aufregung um einzelne Rückkaufangebote nachgelassen. „Es scheint, dass der Liquiditätsmechanismus inzwischen besser verstanden wird“, schreiben die Autoren des Berichts.
Mehr als 100 Fonds in Vorbereitung
Mitte September 2026 zählte Pitchbook mehr als 100 Evergreen-Fonds, die ihren Betrieb noch nicht aufgenommen haben. Ob und wann sie tatsächlich starten, ist offen. Die Autoren werten die hohe Zahl dennoch als Zeichen dafür, dass der Markt weiter an Tiefe gewinnt. Alternative Credit, also Kreditstrategien jenseits klassischer Unternehmenskredite, stellt unter den geplanten Fonds die größte Gruppe, Direct Lending die kleinste.
Die Produktentwicklung im Kreditbereich verändert sich so mehr hin zu strukturierten und gemischten Strategien. An Bedeutung gewinnen Private-Multi-Asset-Fonds, die über mehrere private Anlageklassen hinweg und häufig über bestehende Evergreen-Fonds investieren.
Anbieter schließen neue Allianzen
Als prägendes Merkmal des Segments nennt der Report Allianzen zwischen Anbietern aus öffentlichen und privaten Märkten. Wellington, Vanguard und Blackstone haben im Juli 2026 etwa zwei Fonds gemeinsam aufgelegt. Capital Group und KKR kooperieren bereits seit Längerem. Ob die Partnerschaften aufgehen, bleibe abzuwarten. Die Größe der beteiligten Häuser spricht laut der Autoren des aktuellen Report aber dafür, dass der breitere Privatmarktzugang ein dauerhafter Trend ist.
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