Europäischer Markt So nutzen Anleger ETFs

Stephanie Lang ist seit 2008 als Investment Strategist für iShares-Produkte bei Blackrock tätig

Stephanie Lang ist seit 2008 als Investment Strategist für iShares-Produkte bei Blackrock tätig

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Es ist nunmehr 15 Jahre her, dass erstmals Exchange Traded Funds (ETFs) an Europas Börsen gehandelt wurden. Anlass genug, um die europäische Welt der Indexfonds genauer unter die Lupe zu nehmen und auf aktuelle Fragestellungen einzugehen.

Wann ist es sinnvoll, Minimum-Volatility-ETFs einzusetzen?

Bei diesen handelt es sich um Smart-Beta-Produkte. Die Wertpapiere werden bei der MSCI-Methode so gewichtet, dass unter Beachtung der Korrelation die Gesamtvolatilität des Portfolios so gering wie möglich gehalten wird. Smart Beta ist dabei als effizienter Zusatz und nicht als Alternative zu klassischen Anlagekonzepten zu sehen.

Dies entspricht auch den aktuellen Zahlen: Smart-Beta-ETFs machen knapp 9 Prozent des europäischen ETF-Volumens und dieses Jahr gut 10 Prozent der Nettomittelzuflüsse aus. Der Anteil der Minimum-Volatility-Produkte macht dabei mehr als 30 Prozent aus. Sie bieten Anlegern einen sanften Übergang vom defensiven Portfolio zu einer Allokation mit erhöhter Aktienquote vor allem in den Kernmärkten Welt, Europa, USA und Schwellenländer.

Welche Rolle spielen Renten-ETFs auf dem europäischen Markt?

Der Anteil von verwalteten ETF-Vermögen in Europa, der auf Rentenindizes basiert, lag in den vergangenen Jahren bei durchschnittlich 17 Prozent. Mit 33 Prozent waren die Nettomittelzuflüsse auf Rentenseite in den ersten acht Monaten des Jahres daher verhältnismäßig hoch.

Schwerpunkt der Zuflüsse bilden immer noch Staats- und Unternehmensanleihen der klassischen Märkte mit Investment-Grade-Rating. Um die Diversifikation und das Rendite-Risiko-Profil auf der Rentenseite zu verbessern, spielen vermehrt Investments in Schwellenländer oder Hochzinsanleihen eine Rolle.