Europäische Metropolen PGIM baut Immobilienfonds für institutionelle Anleger

Die Fondsmanager investieren überwiegend in europäische Metropolregionen. | © Getty Images

Die Fondsmanager investieren überwiegend in europäische Metropolregionen. Foto: Getty Images

PGIM Real Estate hat einen weiteren Immobilienfonds für institutionelle Anleger aufgelegt, den European Core Diversified Property Fund. Im Rahmen der ersten Finanzierungsrunde des Fonds sammelte der Investment-Dienstleister des US-Versicherungskonzerns Prudential Financial bei sechs institutionellen Investoren insgesamt 304 Millionen Euro ein.

Angaben zu den Investoren der ersten Stunde machte PGIM nicht, erläutert dafür die Strategie im Detail: Die Manager des in Luxemburg aufgelegten Anlagevehikels wollen das Kapital überwiegend in sogenannte Core-Strategien in die europäischen Metropolregionen investieren, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Zu den Kosten teilt PGIM mit, dass man den Anlegern keinen Ausgabeaufschlag in Rechnung stelle. 

Core-Immobilien bergen per Definition für Anleger im Vergleich der Risikoklassen die geringsten Ausfallwahrscheinlichkeiten und erfreuen sich daher bei risikoscheuen Investoren großer Beliebtheit. Core-Immobilien zeichnen sich durch ihre erstklassige Lage sowie die Qualität der Mieterbasis aus, haben also einen sehr hohen Vermietungsstand bei sehr guter Bonität der Mieter. 

Wohnimmobilien bevorzugt 

Die Anlagestrategie des PGIM-Fonds sieht eine breite Diversifikation in alle Immobiliensektoren vor. Wohnimmobilien sollen aber die größte Rolle spielen. PGIM hat bereits erste Objekte für den neuen Fonds erworben. Zum Portfolio gehören fünf Büro- und Logistikimmobilien in Frankreich und Deutschland, die „repräsentativ für die Ausrichtung des Fonds auf nachhaltige Erträge und Wertsteigerung durch Wachstum des operativen Ertrags“ seien.

Europa bietet nach Einschätzung von Raimondo Amabile, Europa-Chef von PGIM Real Estate, nach wie vor Investitionsmöglichkeiten – „insbesondere in Büromärkten mit einer niedrigen Leerstandsquote und in Logistikimmobilien, die ein kurzfristiges Wachstumspotenzial bieten“. Hinzu kämen Wohnungsmärkte. Sie könnten das ohnehin schon defensive Portfolio weiter stabilisieren.