Smartes Beta bei ETFs Der bessere Nikkei

Die Wertentwicklung des Nikkei 225 und des Nikkei 400 umgerechnet in Euro mit dem MSCI World als Vergleichsgrundlage | © Bloomberg

Die Wertentwicklung des Nikkei 225 und des Nikkei 400 umgerechnet in Euro mit dem MSCI World als Vergleichsgrundlage Foto: Bloomberg

Sind japanische Aktien tot oder nicht? Geldverschwendung oder gute Depotergänzung? Darum soll es hier ausnahmsweise nur am Rand gehen. Unterstellen wir einmal, dass japanische Titel generell ihren Platz haben sollten.

Muss man dann in einen Index investieren, der seine Mitglieder nach dem Preis einer Aktie gewichtet? In den Nikkei 225? Eine Alternative ist der JPX-Nikkei 400 seit Anfang 2014, er soll der bessere Nikkei-Index sein. Und das ist er.



Es geht nämlich darum, welche Eigenkapitalrendite Unternehmen regelmäßig einfahren, wie transparent sie sind, ob sie Gewinne schreiben und wie sie sich um die Aktionäre kümmern. Raus aus dem Index fliegt zum Beispiel, wer in mindestens einem der drei vorangegangenen Jahre mehr Schulden als Vermögen hatte oder in allen drei Jahren operative oder generelle Verluste schrieb.

Am Ende sind die Mitglieder nach dem Free Float gewichtet, maximal zu 1,5 Prozent. Damit ist er direkt für Investoren gebaut, die nicht nur nach Größe, sondern auch Qualität kaufen wollen. Smart-Beta-Anleger eben.

In einer Studie hat die Blackrock-Tochter iShares ermittelt, dass der Nikkei 225 beispielsweise viel stärker an der internationalen Anlegerstimmung hängt als der 400er-Index. Maßstab ist der Volatilitätsindex Vix. Den Nikkei 400 bestimmen dagegen die Faktoren Value, also Bewertungen, und Gewinnrenditen recht stark. Beides lässt den Nikkei 225 vergleichsweise kalt, was wohl an der Gewichtungstechnik nach Aktienkursen liegt.