ETF-Zuflüsse im 1. Quartal Indexfonds mit Anleihen stechen Aktienstrategien aus

ETF-Zuflüsse im ersten Quartal 2019

ETF-Zuflüsse im ersten Quartal 2019

Der Absatzerfolg kostengünstiger Indexprodukte ist nicht zu stoppen. Dass gegen Ende des Vorjahres die Aktienmärkte schwächelten, ging an der ETF-Nachfrage zwar nicht spurlos vorüber. Dennoch verbuchten die Anbieter netto weiterhin Mittelzuflüsse in Milliardenhöhe. Im ersten Quartal 2019 waren es knapp 90 Milliarden Euro.

Neu allerdings ist, dass die Bestseller gewechselt haben: Die für gewöhnlich das meiste Kapital anlockenden Aktienstrategien gerieten gegenüber Anleihen-ETFs ins Hintertreffen und konnten im ersten Quartal nur rund halb so viel Zuflüsse einheimsen. Knapp 57 Milliarden Euro, die Anleger weltweit in Portfolios mit Festverzinslichem gesteckt haben, stehen 32,7 Milliarden Euro auf der Aktienseite gegenüber.

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 Quelle: Amundi, weltweiter ETF-Markt

Diesem Trendwechsel dürften Absacker wie der des US-Börsenindex S&P 500 Vorschub geleistet haben. Die Aktien-Benchmark gehörte im Dezember 2018 zu den größten Verlierern und notierte zwischenzeitlich 20 Prozent unter ihrem Allzeithoch.

Der ungebrochene Zuspruch ist nicht zuletzt dem schwachen Abschneiden aktiver Fonds im Vorjahr zu verdanken. Deren Fondsmanager konnten in weiten Teilen ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden, insbesondere in schwankungsreichen Marktphasen und bei Rücksetzern überdurchschnittlich abzuschneiden. Tatsächlich schaffte es nicht einmal ein Viertel, den Markt hinter sich zu lassen. 2017 gelang dies immerhin noch 48 Prozent.

 Quelle: Eigene Recherche, Morningstar, Stand 13. März 2019

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