Grüne Energie Ärzteversorgung Westfalen Lippe investiert in Finnland und Spanien

Headphones
Artikel hören
Grüne Energie
Ärzteversorgung Westfalen Lippe investiert in Finnland und Spanien
Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt.
Christian Mosel, Geschäftsführer der ÄVWL

Christian Mosel, Geschäftsführer der ÄVWL: „Die Ärzteversorgung bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als berufsständisches Versorgungswerk für die westfälische Ärztinnen- und Ärzteschaft und setzt daher auf nachhaltige Kapitalanlagen.“ Foto: ÄVWL

Die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) finanziert den Bau und Betrieb des Windparks „Lappfjärd“ in Finnland. Die Anlage umfasst 31 Windanlagen in der Region Österbotten im Südwesten Finnlands, wie aus einem Bericht des aktuellen Mitgliedermagazins der ÄVWL hervorgeht. Der Windpark namens „Lappfjärd“ soll Anfang 2023 ans Netz gehen.

Angaben zur Finanzierungshöhe oder zur Rendite macht das Versorgungswerk nicht. Für die Rückzahlung des Darlehens soll jedoch eine Laufzeit von 20 Jahren vereinbart worden sein. Es ist vorgesehen, dass die Rückzahlung beginnt, sobald der Windpark seinen Betrieb aufnimmt. Unterm Strich soll die ÄVWL etwa 50 Prozent der Investitionskosten finanzieren. Das Eigenkapital für das Projekt steuert ein Fonds von Prime Capital bei: Der Prime Green Energy Infrastructure Fonds investiert erstrangig in Erneuerbare-Energien-Projekte in Skandinavien.

 

 

 

Mit einer Gesamtnennleistung von über 190 Megawatt (MW) soll der Windpark ab 2023 jährlich circa 520 Gigawattstunden grünen Strom liefern. Das soll einem Strombedarf von etwa 200.000 Haushalten pro Jahr entsprechen. 2019 hat die finnische Regierung das Ziel ausgegeben, bis 2035 CO2-neutral zu sein. Daraus, so die ÄVWL, würde sich „ein enormer grüner Strombedarf im Verkehr, für Datencenter, die Batterieproduktion, die Wasserstoffproduktion sowie die Stromversorgung von Privathaushalten“, ergeben.

Zudem refinanziert die ÄVWL den Photovoltaikpark „Talasol“ im Westen Spaniens. Dieser erzeugt bereits seit Januar 2021 grünen Strom. Auf einer Fläche von 516 Hektar (ha) fangen in der Nähe der Stadt Cáceres, der Hauptstadt der Region Extremadura, Solarmodule laut Climate Data die Sonnenstrahlen aus über 3.247 Sonnenstunden jährlich ein. Mit einer Kapazität von 300 Megawatt in der Spitze (Peak (MWp), ist es derzeit der drittgrößte Photovoltaikpark Spaniens. Die ÄVWL hat sich bereits im Geschäftsjahr 2021, neben anderen europäischen institutionellen Anlegenden, an der langfristigen Refinanzierung des Parks beteiligt.