Die Verantwortlichen der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) haben ihre selbst gesteckten Klimaziele übertroffen. Wie die Karlsruher Einrichtung mitteilte, sank die CO2-Intensität des Portfolios aus Aktien und Unternehmensanleihen bis Ende 2025 um rund 31 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021 – sechs Prozentpunkte mehr als angestrebt.
„Dass das Ergebnis um sechs Prozentpunkte besser ist als die von uns angestrebte Reduktion von 25 Prozent CO2-Intensität, freut uns sehr. Doch darauf möchten wir uns nicht ausruhen", sagte Michael Leinwand, das für die Kapitalanlage zuständige Vorstandsmitglied der VBL. Erreicht wurde das Ziel durch eine Kombination aus Ausschlusskriterien, ESG-Integration, Engagement und Impact Investments.
Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien im Blick
Das Folgeziel ist bereits definiert: Bis 2050 strebt die VBL die Treibhausgas-Neutralität ihres gesamten Anlageportfolios an. Im Fokus stehen dabei die Anlageklassen Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien. Ergänzend sollen gezielte Impact Investments dazu beitragen, Treibhausgasemissionen in der Realwirtschaft zu reduzieren.
Auf dem Weg zu diesem Fernziel hat die VBL zwei Zwischenziele definiert.
- Erstens sollen die dem Portfolio aus Aktien und Unternehmensanleihen zuzurechnenden Emissionen bis Ende 2030 um 50 Prozent gegenüber Ende 2021 sinken. Dabei setzt die Einrichtung auf die fortlaufende Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Anlageprozess, Investitionen in nachhaltige Aktien- und Anleihemandate sowie eine kritische Prüfung von Einzelinvestments.
- Zweitens peilt die VBL für ihre Immobilienbestände eine Emissionsreduktion von 40 Prozent bis Ende 2035 an – gemessen am Stand Ende 2025. Dazu sollen energetische Sanierungen von Bestandsobjekten sowie Investitionen in CRREM-konforme Gebäude (Carbon Risk Real Estate Monitor) beitragen.
Die VBL ist mit rund 5,3 Millionen Versicherten und 5.400 Arbeitgebern die größte Zusatzversorgungseinrichtung für betriebliche Altersversorgung im öffentlichen Dienst. Sie verwaltet Kapitalanlagen mit einem Marktwert von rund 70 Milliarden Euro (Stand Ende 2025) und zahlt jährlich rund 5,9 Milliarden Euro an 1,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner aus.