Die große Koalition will wieder auf die Expertise eines Sustainable Finance Beirats setzen. Dieser beriet bereits die beiden Vorgängerregierungen.
„Wir wollen im Bereich Sustainable Finance ein Expertengremium wieder einsetzen, um von dessen praxisnaher Expertise profitieren zu können“, heißt es dazu von einem Sprecher des Bundesministeriums der Finanzen, dem Lars Klingbeil als Finanzminister vorsteht, gegenüber dieser Redaktion. Mithilfe von Expertinnen und Experten aus der Real- und Finanzwirtschaft wollen die Verantwortlichen des Ministeriums Deutschland als Vorreiter positionieren, wenn es um Fragen der Finanzierung nachhaltiger Investitionen geht:
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Die große Koalition will wieder auf die Expertise eines Sustainable Finance Beirats setzen. Dieser beriet bereits die beiden Vorgängerregierungen.
„Wir wollen im Bereich Sustainable Finance ein Expertengremium wieder einsetzen, um von dessen praxisnaher Expertise profitieren zu können“, heißt es dazu von einem Sprecher des Bundesministeriums der Finanzen, dem Lars Klingbeil als Finanzminister vorsteht, gegenüber dieser Redaktion. Mithilfe von Expertinnen und Experten aus der Real- und Finanzwirtschaft wollen die Verantwortlichen des Ministeriums Deutschland als Vorreiter positionieren, wenn es um Fragen der Finanzierung nachhaltiger Investitionen geht:
„Dazu gehört, dass Bürokratie und Berichtspflichten auf das Wesentliche zurückgeführt werden und die Finanzierung von nachhaltigen Geschäftsmodellen und Technologien vorangetrieben wird.“
Ziel des Minsisterium ist es, dass der Beirat noch vor Ende des Jahres seine Arbeit aufnehmen kann. Hierfür werden aktuell alle nötigen Schritte vorbereitet, wer in dem Rat sitzen wird, ist noch nicht bekannt.
Deutschland darf sich nicht auf „Sondervermögen ausruhen“
Der Beirat arbeitet als unabhängige Multistakeholder-Dialogplattform mit Mitgliedern aus Realwirtschaft, Finanzwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft und berät die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Sustainable Finance-Strategie.
Silke Stremlau, Vorsitzende des Rats während der Legislaturperiode von Olaf Scholz begrüßt den Schritt der Regierung. „Gerade wenn das BMF zu einem "Investitionsministerium" werden will und die Transformation der Wirtschaft in Richtung Innovation, Zukunftsfähigkeit und Dekarbonisierung fördern möchte, brauchen wir vor allem privates Kapital und können uns nicht auf dem Sondervermögen ausruhen“, sagt Stremlau gegenüber diesem Medium. Sie betont:
„Wir brauchen einen genauen Blick darauf, wo es noch hapert, wo das Geld nicht hinkommt und welche Hemmnisse, beispielsweise bei Pensionskassen, bestehen. Da kann ein solcher Beirat mit Expertinnen und Experten aus der Praxis sehr weiterhelfen. “
Silke Stremlau will nicht erneut den Vorsitz
Laut Stremlau konnte in den vergangenen zwei Legislaturperioden gesehen werden, dass eine Vielzahl an praktischen und relevanten Vorschlägen gemacht wurde. Sie nennt dabei unter anderem die ESG-Ampel für alle Finanzprodukte. Stremlau selbst hatte schon im Februar, als der alte Beirat zu Ende ging, gesagt, dass sie nicht mehr den Vorsitz eines neuen Beirats übernehmen möchte: „Es handelt sich um ein komplettes Ehrenamt mit 2-3 Tagen Arbeitseinsatz und Repräsentation pro Woche – da können jetzt gerne andere ran.“
Als normales Mitglied würde sie sich jedoch wieder bewerben: „Die Arbeit hat mir enorm viel gebracht. Ich habe viel gelernt und man hat selten mit einer so großen Runde intrinsisch motivierter Menschen zu tun. Und es gibt einfach noch so viel zu tun in Sachen Transformationsfinanzierung, da würde ich gerne mitmischen. “