ESG-Länderranking Schweden bleibt nachhaltigstes Land

ESG-Länderranking: Schweden bleibt nachhaltigstes Land

Schweden hat im neuesten Country Sustainability Ranking von Robeco Sam den ersten Platz erzielt. Das skandinavische Land erzielte acht von 10 möglichen Punkten. Auch in den Umweltkategorien bekam das Land sehr gute Bewertungen. Darüber hinaus habe Schweden gute Ergebnisse bei Erwerbsquote, Bildung und Einkommensunterschied erzielt.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Schweiz und Norwegen. Deutschland kommt demnach nur auf Platz 7 hinter Großbritannien, Neuseeland und Irland. Für die Nachhaltigkeitsstudie wurden insgesamt 60 Staaten (22 Industrieländer und 38 Schwellenländer) auf der Grundlage einer Vielzahl für Anleger relevanter ESG-Faktoren (Environment, Social and Governance) bewertet.

Das Länderranking gibt Investoren einen Einblick in die Stärken und Schwächen einzelner Länder gemessen an den ESG-Indikatoren. Die Bewertungen der Studie konzentrieren sich auf mittel- bis langfristige Faktoren sowie die Fähigkeit von Regierungen angemessene Wirtschaftspolitik umzusetzen und ausreichend Einnahmen zu generieren, um Staatsschulden zu bedienen. Dementsprechend soll die Studie eine Alternative zur Bewertung von Länder- und Kreditrisiko sein.

Nachhaltigkeitsfaktoren werden wichtiger für institutionelle Investoren

Der Faktor Nachhaltigkeit gewinnt gerade bei institutionellen Anleger an Bedeutung. Laut einer Studie von Union Investment investieren immer mehr deutsche Großanleger wie Versicherungen, Pensionskassen, Unternehmen oder Stiftungen nachhaltig.

Gegenwärtig berücksichtigen bereits 58 Prozent von ihnen Nachhaltigkeitskriterien bei ihrer Kapitalanlage. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 56 Prozent. Ein Ausstieg aus der nachhaltigen Kapitalanlage ist für 80 Prozent der nachhaltigen Investoren demnach undenkbar.