Das unabhängige Beratungsunternehmen CSSP – Center for Social and Sustainable Products hat in seinem Nachhaltigkeitskompass 2018 insgesamt 65 Stiftungsfonds und stiftungsgeeignete Fonds mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 48,8 Milliarden Euro untersucht. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von mehr als 6.0 – sechs bis acht gelten als hoch, acht bis zehn als sehr hoch – weisen Stiftungsfonds eine hohe Qualität mit Blick auf die ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) auf.
Untersucht wurden Investmentfonds der Anlageklassen Aktien, gemischte Anlagen und Anleihen. Für eine Bewertung mussten aktuelle Holdingsdaten der Fonds beim Analysehaus Lipper vorliegen – sprich nicht älter als zwölf Monate. Zudem mussten mindestens 60 Prozent des Portfolios im Hinblick auf ESG-Faktoren bewertbar sein. Diese sogenannte Coverage-Schwelle soll sicherstellen, dass Aussagekraft und Vergleichbarkeit nicht verwässert werden.
Im Vergleich der drei Untersuchungsgruppen zeigt die Aktien-Gruppe bei einer möglichen Bandbreite von 0-10 die durchschnittlich höchste ESG-Qualität mit 6,7. An zweiter Stelle liegt die Gruppe gemischte Anlagen mit einem durchschnittlichen ESG-Wert von 6,3. Die dritte Anlageklasse Anleihen zeigt mit einem durchschnittlichen Ergebnis von 6,0 im Vergleich die niedrigsten Werte. Ein Blick auf die Bandbreite zeigt für die Aktien und gemischte Anlagen ein ähnliches Bild, während Anleihen mit einer größeren Bandbreite nach unten etwas abfallen.