Nick Leeson auf dem 4. private banking kongress „Es ging nicht ums Geld, ich wollte den Erfolg“

Nick Leeson auf dem 4. private banking kongress: „Es ging nicht ums Geld, ich wollte den Erfolg“ | © Ch. Scholtysik und P. Hipp

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„Ich kaufte mir das asiatische Wall Street Journal, wo in großen Lettern draufstand: ‚Britische Bank bricht zusammen‘. Ich war erleichtert, weil ich dachte: ‚Oh gut, da steckt jemand in noch größeren Schwierigkeiten als ich.‘“ Nur hatte Nick Leeson dieses Glück nicht. Die Bank, die da zusammenbrach, war die über 230 Jahre alte Barings Bank. Und zu Fall gebracht hatte sie der Derivate-Händler Nick Leeson selbst – ganz alleine.

Auf dem 4. private banking kongress im Sofitel in München erzählt Nick Leeson vor mehr als 150 Wealth Managern aus Family Offices, Stiftungen und dem Private Banking, wie er die Bank zu Fall brachte, wie er flüchtete und was er von aktuellen Regulierungsbemühungen hält, um die Bankenindustrie vor „Rogue Tradern“, wie er es einer war, zu schützen.

„Diese ganze Diskussion um Boni-Begrenzungen führt meiner Meinung nach in die Irre und wird nicht viel bringen. Der Banker-Bonus ist der neue Sündenbock der Branche“, sagt Leeson. „Bei mir zum Beispiel ging es gar nicht ums Geld. Ich wollte den Erfolg.“

Dementsprechend glaubt Leeson auch nicht, dass es eine Wunderlösung gegen künftige Rogue Trader gibt. Und die Besucher des Kongresses im Übrigen auch nicht. Bei der entsprechenden Ted-Frage stimmten 91 Prozent mit „nein“. Ob der nächste Rogue Trader jetzt im Saal sitzt, war die letzte Frage. 32 Prozent antworteten hier mit „ja“.

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